Ich bin bestimmt kein Trittbrettfahrer, das weisst du eh. Aber wenn du den Metal groß machen willst, musst du Kompromisse eingehen, sowie die Popkünstler das tun. Dann musst du Musik machen, die einfach gestrickte Leute verstehen. Für Metal braucht man Gefühl, Gespür und die richtige Einstellung. Du kannst eine Slayer-CD keinem Durchschnittstypen verkaufen, er wird es nicht verstehen.
Verfasst: 25 Nov 2011, 15:21
von Aamon
um das gehts ja gar nicht. abgesehen davon, dass die großen berühmten metalbands auch tolle musik machen, siehe maiden. dass gute musik nur wenige menschen verstehen, hab ich schon immer für falsch gehalten, man denke nur an den goldenen schnitt bei der bildenden kunst und die massentaugliche kraft der größten harmonien
aber zurück: das hat nix mit der problematik zu tun, dass die intellektuelle kulturschickeria metal als proletenmusik tituliert
ich will weder kultureller außenseiter sein, noch will ich auf der straße als proletoider rocker gelten... ich will, dass man mit metaloutfit als kulturmensch gilt...
Rammstein-Fans aus den unterschiedlichsten Teilen Deutschlands versammelten sich am 25.11.2011 in Berlin, um der Mausoleums-Aktion von Rammstein beiwohnen zu können.
eigentlich extrem extrem... völlig irre die band
Verfasst: 25 Nov 2011, 19:22
von shredder666
der tag, an dem ich als metaller von krone und kurier hofiert werde, ist der moment, wo ich mir was anderes suche.
metal hat eh schon genug von seinem rebellischen charisma verloren, da ist es mir nur recht, dass selbsternannte kulturexperten diese musik noch gering schätzen.
ansonsten wurde hier eh schon das wichtigste gesagt.
Verfasst: 25 Nov 2011, 19:25
von Aamon
metal ist hochkultur für mich und hat sich ebendiese bewertung auch verdient. ich will nicht als rebell gelten, sondern als hochkulturmensch.
Verfasst: 25 Nov 2011, 19:28
von shredder666
für dich und viele andere metaller stimmt das ja auch. aber man kann ein genre nicht so grundsätzlich umkrempeln, dass es in ein ORF-kulturmontag-format passt.
Verfasst: 26 Nov 2011, 13:16
von psykosonic
Noob_Saibot hat geschrieben: "wenigstens hab ich ein geiles Leben du verdammtes Arschloch".
lass ich mir am bauch tätowieren
Verfasst: 27 Nov 2011, 02:12
von Helge-Uwe
Aamon hat geschrieben:dass gute musik nur wenige menschen verstehen, hab ich schon immer für falsch gehalten, man denke nur an den goldenen schnitt bei der bildenden kunst
inwiefern hat jetzt das eine mit dem anderen zu tun herr doktor? ich steh auf der leitung.
Verfasst: 27 Nov 2011, 10:53
von Aamon
ich habe den goldenen schnitt als beispiel gebracht. Dieser ist ein Faktum in großen Teilen der bildenden Kunst und er bewirkt, dass das Bild ausgeglichen und harmonisch wirkt. Dass z.b. das Bild nicht fällt durch extrem gesetzte Struktur-oder Farbgebung...
Ich würde das auch nicht als Gegenteil von kantiger oder äußerst kritischer Kunst sehen. Natürlich bin ich z.b. auch Anhänger von purem Aktionismus und dem Spiel mit z.b. Querdenkerei, wo alle gängigen Schemata über Board geworfen werden.
Aber eine großartig gesetzte Melodie oder eine wirklich famose Harmonie wird meist sehr sehr vielen Menschen gefallen. Man denke an diese wirklich zeitlosen großen Songs, auch wenn diese jetzt nicht sonderlich kantig sind oder versuchen, neue Grenzen auszuloten.
Das meinte ich mit klassischem guten Songwriting oder einer solchen Kompositionsgabe.
Ich mag beides. Interessanterweise wird aber von den Anti-Kommerzlern dieser goldene Schnitt in der Musik als negativ abgetan. Teilweise, weil es eben musische Menschen gibt, die immer neue Grenzen ausloten wollen, aber teilweise auch ohne jeglichem musikalischen Verstand. Es gibt gerade im Underground eben sehr viele Bands, die es einfach nicht gut genug können und nur deshalb kantig sind, auch wenn es im gleichen Bereich auch viele Musiker gibt, die ihr großes Talent für neue Möglichkeiten verwenden wollen.
Ersteren Fall stelle ich aber definitiv öfters fest. Klarerweise ist aber entscheidend, wie man selbst drauf ist. Es gibt eben Musikfans, die einfach auf höchstem Niveau gut gesetzte Musik wollen, die hören auch meist dann sogar die Bands, die erfolgreicher sind. Die anderen gibt's natürlich auch und auch da ist klarerweise nichts dagegen einzuwenden
Verfasst: 27 Nov 2011, 14:47
von Erik Blutaxt
reanimapeda hat geschrieben:solche meinungen/aussagen basieren meistens auf den eindrücken die die "1x im jahr lass ma den wochenendrocker raushängen und gehen zu Metallica" normalo-gesellschaft so erfährt. witzigerweise sinds aber genau die, die die mehrheit auf solchen festln stellen, und auch genau die, die sich benehmen wie die ersten menschen
ja, dazu passt das eigentlich auch, was ich grad drüben bei amon amarth gepostet hab:
Erik Blutaxt hat geschrieben:ja, ich hab bei rammstein leider auch das pech gehabt, dass ich permanent von mehreren seiten attackiert worden bin. veras schwester hams überhaupt mal umgestoßen. lauter unruhige, lächerlichste hampelmänner um mich, die dauernd glaubt ham, sie müssen mich anspringen. sowas nervt einfach, vor allem wenn man zuSEHEN will (bei rammstein gehts halt doch auch um die optik)...
aber am gti treffen ist sowas vielleicht usus. und sonst kommen die ja wohl nur in der großraumdisko unter leute, klar, dass die keine ahnung von sozialkontakten und respektvollem umgang miteinander haben
im übrigen ist es speziell bei rammstein interessant, dass ein großteil der leute - vor allem auch unter metalheads - nur hinzugehen scheint, um nachher etwas abwerten zu können. scheint total hipp zu sein, obwohl man ohnehin schon vorher genau weiß, was einem erwartet. glücklicherweise hab ich das nicht nötig, wunder mich aber schon, dass das manchen ca. öS1000,- wert ist...
Verfasst: 21 Dez 2011, 14:37
von Helge-Uwe
auch objektiv mehr als hörenswert, is u.a. auf der bonus cd zur R+ best-of: