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Verfasst: 10 Jan 2012, 12:12
von Aamon
helge-uwe: worüber sich ein faktum definiert: keinesfalls daran, dass jeder überzeugt ist, sondern daran, dass etwas fakt ist oder eben nicht, es gibt eben den unterschied zwischen fakten und meinung... die nichtabgrenznung und die beliebigkeit erzeugen ja leider all die ideologischen problematiken... lies nochmals meine postings, ich habs klipp und klar dargelegt...
Verfasst: 10 Jan 2012, 12:19
von Helge-Uwe
siehst, ich bin der meinung es gibt keine fakten in dem sinn. schon gar nicht historisch. es gibt nur beweissammlungen und überlieferungen, die auf gewisse sachverhalte hindeuten.
Verfasst: 10 Jan 2012, 12:20
von reanimapeda
genau das verusche ich die ganze zeit zu sagen.
Verfasst: 10 Jan 2012, 12:22
von Helge-Uwe
Helge-Uwe hat geschrieben:es gibt nur beweissammlungen und überlieferungen, die auf gewisse sachverhalte hindeuten.
und beides ist letztlich manipulierbar.
Verfasst: 10 Jan 2012, 12:35
von Aamon
es gibt also keine fakten, sondern beweissammlungen, aha...
wenn man in meinen postings gelesen hat, erkennt man, dass ich klar gesagt habe: ja es gibt auch manipulation, ich hab sogar ein kürzlich diskutiertes beispiel gebracht...
aber eben auch klare Fakten! siehe KZ Mauthausen oder meinen Gang die Stiege runter.
Diese nicht klare Unterscheidung zwischen Fakten und Meinungen ist das große Problem und gerade das öffnet Manipulation Tür und Tor.
Wieso sollte es keine Fakten geben? Nur weils aus ideologischen Haltungen heraus falsche Betrachtungen auch gibt? Eine staatliche Haltung, die Tatsachen vertritt, ist enorm wichtig, wie man sieht anhand unzähliger Gegenbeispiele, wo Blödsinnigkeiten daherbehauptet werden, weil diese Leute mit ihren rhetorischen Tricks hier die Grenze verwischen. siehe z.b. die Kreationisten...
Ich finde es richtig, dass der Staat Österreich einfordert, dass es wahr ist, dass das KZ Mauthausen Teil der Geschichte unseres Landes war, gleichzeitig ist es bedauerlich, wenn Staaten mit diesen Tricks die Geschichte manipulieren
Verfasst: 10 Jan 2012, 12:42
von Helge-Uwe
alter, nichts ist real. das ist aber ein anderes thema

Verfasst: 10 Jan 2012, 12:54
von Noob_Saibot
Fakten sind verzerrbar, da Sie Teil der realitaet sind die ebenfalls vertretbar ist
Verfasst: 10 Jan 2012, 12:57
von Aldarion
Schön wie diese Northern Lights Diskussionen immer ausarten (siehe alten Thread über das Festl) - sehr unterhaltsam das Ganze, weiter so!
Verfasst: 10 Jan 2012, 13:02
von Eiserner Knut
Das sollte Aufwind für die Veranstalter geben... bei soviel Interesse an diesen Festival^^

Verfasst: 10 Jan 2012, 14:46
von Gunnar
der staat kann für sich selbst fakten feststellen und seine politik dementsprechen gestalten (stichwort "wiedergutmachung"), aber er darf seinen bürger nie und nimmer vorschreiben, was sie zu glauben haben, was sie denken dürfen, was sie anzweifeln dürfen und was nicht.
meinungsgesetze werde nie aus antifschistischer intention erlassen, sondern immer dazu, damit man im fall des falles ein instrument gegen unliebsame elemente hat.
Verfasst: 10 Jan 2012, 14:52
von Noob_Saibot
So ist es. Mit meinungsgesetzen Kann man ja auch die Bevölkerung fuer seine Zwecke instrumentalisieren...ohne das es auffaellt.
Verfasst: 10 Jan 2012, 15:02
von Aamon
Noob_Saibot hat geschrieben:So ist es. Mit meinungsgesetzen Kann man ja auch die Bevölkerung fuer seine Zwecke instrumentalisieren...ohne das es auffaellt.
ja kann man, wie ich oben beschrieben habe! Der rhetorische Trick, dieser Umkehrschluss ist wirklich amüsant. Darfs kein Bekenntnis zu Fakten geben, nur weil dieses theoretisch manipuliert werden kann? Das ist ja absurd, gerade deshalb solls! Gerade, weil der Staat Österreich hier völlig klar agiert und trennt, entstehen eben keine Missverständnisse, eben genau deshalb habens verwirrte Geschichtenerfinder dementsprechend schwer. So wie ich sieht das glücklicherweise auch unser Staat, unsere Politik und wohl die große Mehrheit der Bevölkerung, auch wenn hier Argumente vorgebracht werden, die man sehr gut kennt aus z.b. FPÖ-Kreisen, wenns um die Abschaffung des Gesetzes geht oder die man von all den anderen schon von mir genannten Gruppierungen gerne kommen.
Verfasst: 10 Jan 2012, 15:09
von Gunnar
natürlich soll es ein bekenntnis zu fakten geben. aber das darf nicht mit denkverboten und zweifelverboten für die bürger einhergehen.
dass du das dauernd in einen topf wirst, ist ein klarer fall von rhetorischem trick.
Verfasst: 10 Jan 2012, 15:16
von Aamon
Denken bewirkt handeln. Ich denke, dass es Handlungen gibt, die du sehr zwiespältig betrachtest, die du sogar veruteilen würdest, auch gesetzlich.
Bestimmte Denkmuster bewirken definitiv nichts gutes, sie können sogar Betrug nach sich ziehen, im schlimmsten Fall gehts dann um Mord.
Nein, eine Minimum-Moral, auf die wir uns gesellschaftlich geeinigt haben, sollte schon möglich sein...
Es ist ja auch kein Denkverbot (es verbietet höchstens, unsere Geschichte falsch darzustellen, weil Gaskammern gabs, Mauthausen als KZ ist auch Teil der Geschichte) Es ist ein Gebot, richtig zu denken und Fakten zu akzeptieren. Was ist daran schlimm?
Schlimm ist es, wenn Meinung verboten wird. Das ist definitiv schlimm. Aber das Fakt, dass es Gaskammern gab, hat mit Meinung nichts zu tun, das sind Fakten. Meinung wird aber nicht verboten und hier gibts nunmal nicht 2 Meinungen, sondern nur ein glasklares Fakt...
Über alles andere kann man ohnehin diskutieren und tut es auch. Man kann Millionen Stunden über den wzeiten Weltkrieg diskutieren, da gehts dann um Meinung!
Verfasst: 10 Jan 2012, 15:38
von Gunnar
der holocaust, so grauenvoll er auch war, kann ned für alle zeiten dreh- und angelpunkt der geschichte bleiben. sonst wird er zur religion.
und er wird ja heute schon genug missbraucht, davon kann dir jeder palästinenser ein lied singen.