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Verfasst: 19 Mär 2011, 10:20
von Dragonslayer
Hm ja... bin ein bisschen zwiegespalten hier... an sich war's natürlich eine perfekt einstudierte & performte Show mit guten Musikern und klasse Sängern, andererseits eben seeeehr routiniert und "glatt".

Die Sänger waren allesamt sehr gut, aber halt typische "Musical-Sänger" - singen halt perfekt, und bauen die "Emotionen" ein, genau da wo sie im Blatt stehen; aber mit "ehrlicher" Musik hat das halt nicht mehr viel zu tun. Ist halt wie ein Musical: Super inszeniert & klingt alles top, aber es fehlt ein bisschen die Seele. Wirklich gut hat mir nur Jeff Scott Soto gefallen als "Mephistopheles", der hat noch irgendwie authentisch gerockt... bei den anderen Sängern war's mir einfach zu glatt und "einstudiert". Der "Beethoven"-Sänger gefiel mir auch noch ganz gut, ganz einfach weil die Stimme ziemlich nach Meat Loaf klang, haha.

Setlist war leider auch etwas mühsam... Beethoven's Last Night besteht halt irgendwie hauptsächlich aus langsameren, balladesken Half-Time Nummern... und wenn du da eine Ballade nach der anderen vorgesetzt bekommst, und wirkliche "Rock-Songs" absolute Mangelware sind, wird's echt langatmig. Die Instrumentalparts waren da meist interessanter und actionreicher als die Gesangsparts, was angesichts so guter Sänger doch schade war... Und erst bei den Zugaben nach der eigentlichen "Haupt-Show" ham's dann wirklich Gas gegeben.

Vielleicht wärs da doch besser, ein bissl die Songs zu mischen und statt einer Konzept-Show eher einzelne Songs und Stücke rauszupicken, zwischendurch immer mit ein paar Savatage-Klassikern aufpeppen und so eine etwas abwechslungsreichere Setlist zu kreiren. Dafür gab's aber wie Gerhard schon schrieb, 3 Stunden Show fürs Geld, was absolut in Ordnung geht. Und "Chance" war in der Tat großartig. Schade, dass Jon Oliva nicht dabei war - ein paar Sava-Klassiker mehr wären schon fein gewesen.

Alles in allem halt eine perfekte Show, aber doch etwas langatmig... und bei vielen der BLN-Sachen, die sie gestern gespielt haben, wurde ich halt das Gefühl nicht los, dass diese Musical-Nummern halt wieder primär für ein Publikum gedacht sind, das eher in die Kategorie "Wochenend-Metaller" fällt - eben wie bei Musicals typisch; wenn da mal eine E-Gitarre vorkommt, is man gleich ein "Rocker". Aber naja... dennoch absolut sehenswert weil sehr hochklassig inszeniert, und man bekommt wirklich was für sein Geld geboten! Und überraschend gut besucht war's auch, hätt ich mir so gar nicht erwartet! Da darf man wohl annehmen/hoffen, dass sie mal wieder vorbeischaun ;)

Verfasst: 20 Mär 2011, 11:51
von Jarod
tja, eigentlich benötigts eh nur ein wort, um den vorgestrigen abend zu beschreiben: BOMBASTISCH!!!

wie erwartet musical-reife inszenierung mit einem sound, wie ich ihn mir mal zB im gasometer wünschen würde.

alles halt irgendwo schön brav in der stadthalle mit den sitzplätzen und zuhörern aus so ziemlich allen altersklassen und schichten, aber wie gesagt, was anderes hatte ich auch nicht erwartet gehabt.

die erzähltparts waren gut gemacht (generell schöner bühnenaufbau), bryan hicks merkte man seine professionalität an, obschon ich seine parts irgendwann ein wenig mühselig fand, da hätte man noch den einen oder anderen kracher bringen können. ging aber wohl nicht, denn sonst wäre die zu erzählende geschichte aus des albums "beethoven's last night" nicht schlüssig gewesen.

es waren schöne, lang anmutende 2,5 (oder mehr?) stunden, und gegen ende dürfte es den "reinen" klassik-leibhabern dann teilweise wohl doch zu rockig geworden sein.

steinigt mich - bis auf div. nummern war ich eigentlich nie so sehr angetan von savatage - aber "chance" ist eine bombennummer und perfekter abschluss gewesen.


aber die größte überraschung kam wohl bei der ankündigung, die zuschauer noch nach dem gig in der lobby treffen zu wollen.

Und fürwahr – ca. eine halbe stunde nach ende nahmen sämtliche akteure aufgefädelt an tischen platz, um quasi eine signierstunde zu geben. Und bei dieser gaben sich sämtliche bandmitglieder äußerst höflich und geduldig.

Mal ehrlich, ich hatte ja so einiges für diesen abend erwartet gehabt, aber so was sicher nicht. Immerhin sind das TSO mittlerweile ja auch schon ein ziemlich großer act geworden. Gut, das soll jetzt keine fannähe ausschließen, aber dennoch... ihr wisst schon. ;-)
Schade halt, dass paul o’ neill bei dieser nicht dabei war... naja, als chef muss man halt nicht. ;-)

Weniger toll leider: shirt-preise mit 30 euro (ok, weniger hatte ich jetzt aber auch nicht erwartet gehabt *g*), das tourbuch um satte 20 euronen – dieses aber eignete sich perfekt zum signieren.
Das merch ging aber dennoch weg wie die berüchtigten warmen semmeln.

Jedenfalls: hoffentlich machen sie ihre ankündigung war und beehrte uns bei der nächsten – und ich denke, sicher stattfindenden – europatour wieder.
Vor ein paar jahren hatten sie in interviews ja mögliche auftritte in europa ausgeschlossen, sicher wg. verlustängsten.
Spätestens jetzt dürften sich diese aber zerstreut haben.

Übrigens: das wundervolle „the dreams of candlelight“ wurde doch von chloe lowery gesungen, oder? (sorry, war da grad ein bisserl „schasaugad“, hehe)

Verfasst: 21 Mär 2011, 16:33
von tschunta
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