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Verfasst: 16 Jun 2013, 22:01
von Forumsleiche
shredder666 hat geschrieben:aber du weisst weder welche sorte das ist, noch welchen gehalt an alphasäure er hat.
das ist meine sorge; ich weiß ja nicht mal ob aroma oder bitterhopfen.
dachte, ich probier mal eine sehr kleine menge mit hopfenstopfen, und schu welches aroma er hat.

längerfristig wärs schön, wirklich selber hopfen anzubauen, bzw. mit anderen pflanzen abzukochen. zum glück kann man hier ja aus einer unendlichen quelle schöpfen. wobei diese experimente möcht ich in sehr kleinem rahmen halten, so dass es stets ausreichend genießbares bier gibt, hrhr

Verfasst: 10 Okt 2013, 19:21
von Forumsleiche
hab neulich etwas mit ipa-bier typ experimentiert, und bin recht zufrieden mit dem resultat:

hab versuchsweise mal 20% rauchmalz zur schüttung gegeben, und das ganze mit tomahawk/columbus und chinook gehopft, wobei fürs hopfenstopfen hab ich nur mehr chinook verwendet. muss sagen: war positiv überrascht vom ergebnis. durch das rauchmalz ist es ein bisschen weniger süsslich (kann auch an längerer maltoserast liegen - aber ich glaub das rauchmalz spielt schon auch eine große rolle), und der chinook hopfen passt sehr gut mit der rauchnote zusammen.

werd das sicher wieder mal probiern, vielleicht dann ohne tomahawk/columbus, da der doch eine fruchtige zitronennote mitbringt, chinook ist da etwas "erdiger".


_______

jetzt im gärbehälter: ein "leichtes" (12,3°P) outmeal stout, mit 15% hafer, und 5% roggenflocken. sollte schön cremig werden ... :-)

Verfasst: 11 Okt 2013, 08:00
von shredder666
hört sich interessant an. rauchmalz hatte ich bisher noch nicht. dafür hab ich mir jetzt eh eine malzmühle zugelegt, das wird vieles vereinfachen.
zum thema IPA: ich hab mein Simcoe Single-Hop IPA im juli gebraut. das hatte wirklich eine zeit, wo es absolut perfekt war. totale fruchtbombe nach grapefruit und maracuja. leider haben sich die aromen schnell abgebaut und es ist nur noch gut. aber das mach ich sicher wieder, weil total simple schüttung und geniales ergebnis.
morgen hab ich auch wieder einen brautag vor: da gibt's dann ein weihnachtliches Pumpkin Ale mit honig, gewürzen und - nona - kürbis.

Verfasst: 11 Okt 2013, 14:04
von Forumsleiche
Ja, es ist etwas schade, dass das Aroma nicht so lange haltet. Das ergibt bei den IPAs dann ein bisschen den Konflikt, dass man es gerne noch etwas länger lagern lassen möchte, aber halt eben Aroma verliert. Wieviel g/l hast du denn zum Hopfenstopfen genommen? Ich habe recht gute Erfahrung mit 1,2 g/l gemacht, und das Resultat noch verbessern können, indem ich den Stopfen erst nach Abklingen der starken Gäraktivität rein gebe, und dann noch ein paar Tage ziehen lasse.

Mein o.g. "Smoked Columbus IPA" möchte ich allerdings auch nicht zu lange reifen lassen, weil ich Angst habe, dass es nach Abflauen des Aromas zu einsteitig-bitter werden könnt: habs nämlich auf 101 IBU eingestellt. Habe das BIer gebraut, um es mit ein paar Freunden zusammen mit einem ordentlichen Stück, fettem Schweinsbraten zu verdrücken; deshalb kam ich auch auf die Idee, das Rauchmalz dazuzugeben, weil ich dachte das könnte passen, und weils zum deftigen Essen gedacht war, hab ich es auch ordentlich gehopft. Und es hat auch in der Tat wunderbar zusammengepasst!


Welche Malze/Schüttung hast du fürs Single Hop genommen?

Ich bin noch immer dabei, für IPAs die passende Kombination an komplementären Malzen zu finden. Die Cara-Münch sind so gut wie aufgebraucht, in Zukunft möchte ich lieber Cara-Aroma und Cara-Red mit einbauen, weil die einen größeren Schüttungsanteil zulassen und ich finde, dass die Cara-Malze dem IPA mehr Körper und eine kräftigere Malznote verleihen, was ich als angenehmen Ausgleich zur Bittere empfinde, und was auch gut mit den fruchtigen Noten der US-Hopfen harmoniert. Ich glaub mein nächstes wird dann ein Amarillo Single Hop, mal schaun. Zuerst werd ich noch ein Winterbier brauen für die Polarnacht, das soll dann wieder ein dezent gewürztes, cremiges und starkes Chocolate Stout werden.

trink_005

Verfasst: 11 Okt 2013, 17:01
von shredder666
Forumsleiche hat geschrieben: Wieviel g/l hast du denn zum Hopfenstopfen genommen? Ich habe recht gute Erfahrung mit 1,2 g/l gemacht, und das Resultat noch verbessern können, indem ich den Stopfen erst nach Abklingen der starken Gäraktivität rein gebe, und dann noch ein paar Tage ziehen lasse.
...
Welche Malze/Schüttung hast du fürs Single Hop genommen?
da war ich weit drüber. bei mir warens über 6 g/l zum stopfen. 50% davon nach der hauptgärung, also nach ca. 7 tagen, die zweite hälfte dann ca. eine woche später und noch mal eine woche gewartet. man braucht also geduld bis es fertig ist, aber das hopfenaroma war danach echt umwerfend.

mein rezept war dieses hier: http://maischemalzundmehr.de/index.php? ... _sorte=Ale, India Pale Ale&suche_malz=&suche_malz2=egal&suche_hopfen=&suche_hefe=&order=datum&ordertype=DESC

nachdem ich kein pale ale malz hatte, hab ich es 80:20 mit pilsner:wiener malz ersetzt. in zukunft werde ich aber schauen, dass ich pale ale malz bekomme. von einem kräftigen malzkörper kann man nicht wirklich reden, aber ich stehe auf trockene biere. es waren ja dann insgesamt "nur" 70 IBU und vom alk bin ich auf etwa 6,1% gekommen.

Verfasst: 15 Okt 2013, 08:41
von Forumsleiche
Oh ja, da hast du oredntlich mehr Hopfen reingewuefelt als ich!! :-) Dachte eigentlich, ich bin da schon ganz gut dabei, muss aber ein mal probiern wob das noch so viel Unterschied macht mit dieser Menge! :-)

Die Änderungen bzgl. Karamellmalz und Maltoserast hab ich nucht wegen der Malznote gemacht, sondern vor allem wegen der Vollmundigkeit - das meinte ich mit Körper. Bei deinem Rezept fährst du nur Kombirast, da sollte das eigentlich passen. Ich mag die Kombirast alleine nicht so gerne, weil ich gerne mit dem anteil vergärbarer Zucker spiele. Und nachdem mein erstes Red IPA sehr schlank geworden ist (trotz 7,irgendwas % Alk) hab ich die Maltoserast verlängert. Es war zwar ultra-sueffig, was ganz lustig ist bei so einem Bier, aber ich finde es passt nicht, es wirkt irgendwie nicht ausgewogen; Und auch die Karamellmalze können hier zu mehr Vollmundigkeit beitragen, meiner Erfahrung nach, bringen allerdings dann auch mehr Malzcharakter, das ist Richtig.

Dass mein Smoked Columbus zu lange reifen wird - diese Gefahr besteht nicht mehr! Ich muss ber seitdem auch zu denken geben, dass wenn man grosse Mengen Bier mit IBU ca. 100 trinkt, hat man am nächsten Tag einen sehr unangenehmen Nachgeschmack: Weil am nächsten Morgen ist das ganze schöne Aroma weg, und nur mehr die Bittere bestimmt den Nachgeschmack - und dieser wiederum hat mich schon sehr an Gallensäure erinnert *huestel*
ALso in Zukunft werd ich diese sehr bitteren Biere wieder in etwas ueberschauberer Menge konsumieren :-) Vielleicht. denk6

Verfasst: 27 Okt 2013, 16:27
von röcknröller
http://www.bierfracht.at/epages/es12423 ... Categories

da gibts ah internationale bierauswahl, zwar alles recht teuer, aber des is eh klar. san aber schon ah paar schmankerl dabei würd ich sagen ;)

Verfasst: 10 Jan 2014, 23:29
von Forumsleiche
hab mir kuerzlich diese buch gekauft
Bild
und bereits gelesen. wirklich sehr empfhelenswertes buch fuer jeden der sich fuer belgische biere interessiert. im wesentlichen behandelt es die trappistenbiere/brauerein recht ausfuehrlich, und geht dann auch auf andere belgische abbey biere ein. fuer europäische konsumenten vielleicht weniger interessant ist ein kapitel ueber uber US brauereien, die bier vom belgischen typ herstellen. fuer brauer ist dieses schon interessanter, weil es auch einen einblick vermittelt, wie auszenstehende sich der thematik und dem brauen angenähert haben, wobei auch einige tipps pries gegeben werden.
von vielen genannten brauerein und einigen bekannten bieren gibt es auch grobe rezepte (ohne genauen mengen angaben, aber mit hinwies auf die inhalte), und im abschluss gibt es auch ein kapitel, dass brauchbare tipps gibt, was funktioniert und was man lassen sollte.

ich hab mir das buch gekauft, weil ich mir gedacht, ich möcht mal belgian style einbrauen (bin ja ein groszer quadrupel fan!!). interessant ist fuer mich v.a., dass scheinbar die hefe und gärfuehrung sehr penibel ist bei den belgien. was ich schon vorher wusste ist, dass man bei den belgischen bieren beim anstellen "underpitched" und die gärung langsam - und ungefähr bei raumtemperatur ankommen lässt. dann aber, und das fand ich ueberraschend, geht man mit der gärtemperatur fuer die hauptgärung rauf (teilweise auf bis zu oder ueber 30 grad). nach einer nachgärung bzw. lagerung (oft um die - oder unter 0 grad) wird dann das bier mit abgeschöpfter hefe aus der hauptgärung in flaschen abgefuellt und konditioniert.
fand das ziemlich interessant, und nenn das mal eine herausforderung zum nachmachen!
somit weisz ich schon, in welche richtung meine nächste bestellung gehen wird
hops1


trink_005

Verfasst: 11 Jan 2014, 11:33
von shredder666
klingt auf jeden fall interessant. mir kommt der belgische bierstil auch wie die königsdisziplin für hobbybrauer vor, d.h. das wird noch dauern bis ich mich an so was wage, wenn überhaupt. obwohl, in absehbarer zeit werde ich mich an einem belgischen wit versuchen, das sollte gehen.

an braulektüre hab ich mir in letzter zeit zugelegt: Radical Brewing von Randy Mosher und IPA von Mitch Steele. beides sehr interessante und in die tiefe gehende werke.

Verfasst: 11 Jan 2014, 12:46
von röcknröller
ja die belgier werken da anders.. aber das sind ja auch im endeffekt die einzigen die sich die braukultur schon quasi als kunstform ausgebaut haben und nie so ganz der Vereinheitlichung verfallen sind. die haben halt schon viel mehr probiert, gscheidter weise. die belgischen Biere sind definitiv die königsdisziplin und freu mich schon auf meinen ersten Lambic versuch, auch wenns noch bissl dauern wird :p

Verfasst: 11 Jan 2014, 15:24
von Forumsleiche
wobei ich dir bei der vereinheitlichung widersprechen muss. in belgien gibt es nur noch rund 130 brauereien, viele davon im besitz der biergiganten (v.a. InBev). und selbst bei den trapisten und ander abbeybieren wird kritisiert, dass sie auf die hohen stahlylinder zum gären umgestellt haben, und dass sie gerne hopfenextrakte einsetzen. einige altegediente biertrinker kritisieren auch, dass die belgier seit den 70ern - bzw. umstellung auf moderne brauverfahren einbußen im geschmack erlitten haben. auch die trappisten brauen letztendlich nur aus finanziellen interessen, weil sie mit dem einkommen ihre klöster erhalten (bzw. geht das geld auch an karitative zwecke, was für sie aufgrund ihrer glaubenstraditionen aber ein muss ist, und sie daher einnahmen benötigen).
kurzum: auch die belgische braukunst hat sich längst der kommerzialisierung unterworfen. zum glück ist man aber nicht so dumm, um an einem obsolten reinheitsgebot festzuhalten!

wenn du mit verinheitlichung meinst, dass sie nicht dem zug der langweiligen lager bzw. pils biere aufgesprungen sind, hast du bedingt recht. einerseits hat man sich die traditionellen, dunklen bieren erhalten. andererseits ist aber gerade das tripel ein tribut an den internationalen trend der pils biere: das triplen entstand nämlich im bestreben, sich der wachsenden nachfrage nach pils bieren zu stellen, und es wurde ja auch erst in der nachkriegszeit (ich glaube in den 60er - oder 70ern) "erfunden." Der eigene Charakter der Belgier ist es ja, dass es relativ schlanke Biere mit hohem Alkoholvolumen sind. Das geht auf die 20er Jahre zurück, als Liqör in Belgien verboten wurde. Vormals waren die Belgischen Biere alle unter 5%, aber um die verbotenen Hochprozentigen Getränke zu ersetzen, hat man eben begonnen, stark einzubrauen. Dabei wurde zucker hinzugesetzt, weil sich das gut vergären lässt, ohne dass es das Bier zu breiig machen würde, man kann damit also recht hohe Endvergärungsgrade erzielen (die gehen da rauf bis ungefähr 90 % scheinbarer EVG). Das Tripel war dan eben ein Kompromiss, aus der neu gewonnen Traditionen der Starkbiere und dem "Einheitsbier" Pils.

btw: alles nachzulesen im oben erwähnten buch ;)

Verfasst: 18 Jan 2014, 23:54
von röcknröller
ah ok danke, wieder was gelernt xD na das buch muss ich ma früher oder später wohl checken wenn da so gscheidte sachen drinstehn :D


und endlich: Foreign Extra Stout heut gebraut.. zeit wars :p bin schon gspannt, farbe schaut gut aus, hopfenaroma hab ich auch bissl gegeben (hab für bitter und aroma northern brewer genommen, da bin ich schon gespannt, der dürft recht würzig sein. is eigentlich ein bitter hopfen, aber die Hallertauer version soll auch ein gutes aroma ham, gerochen hat er recht leiwand)

btw, weiß garned ob ich die seite scho gepostet hab, aber die is sowohl zum nachschlagen von Eigenschaften von Hopfe, Rezepten und anderen Infos cool, als auch zum selber Rezepte erstellen, find ich sehr vernünftig:
http://brauerei.mueggelland.de/hopfen.html

Verfasst: 12 Feb 2014, 13:52
von Forumsleiche
ja, die mügelland brauerei seite ist manchmal ganz hilfreich.
ich hab zu meinem foreign extra stout mal eine prise kardamom dazugetan, hat recht gut gepasst. zum meinem letzen dry stout hab dann eine prise muskatnuss (frisch gerieben) dazu getan, war auch sehr fein.

heute habe ich mein experimentelles IPA in einen anderen gärbehälter umgefüllt, und in unseren kalten lagerraum gestellt (hat momentan ca. -2 bis -4°C), und werde es dort noch eine woche stehen lassen zum klären. nachdem ich ja demnächst mal mit belgischen biertypen beginnen möchte, hab ich mich ja wie erwähnt schon etwas eingelesen - und nun möchte ich etwas vom beglischen typ auch beim IPA probieren: in der vergangenheit, wenn ich ein starkes IPA brauen wollte, sind sie mir etwas zu breiig/dick vorgekommen, obwohl ich ohnehin schon fast nur in der maltoserast verzuckert habe. also vom maischverfahrne hab ich da wenig möglichkeiten gesehen, das bier stark und süffiger zu machen. deswegen hab ich dieses mal zucker dazu getan (12% der schüttung), und zwar saccharose (also gewöhnlicher haushaltszucker), der geschmacksneutral sein - und nicht die farbe verändern sollte. angestellt hab ich es mit 18,5°P, fertig endvergoren ist es jetzt mit 3,1°P, somit hab ich einen scheinbaren EVG von fast 85% zusammengebracht (mit Danstar Nottingham Hefe), bei 9,0 Vol %.
gehopft hab ich es mit tomahawk/columbus für die bitterhopfung, und cascade und citra als aromahopfen, eingestellt auf ca. 85 IBU, mit citra zum hopfenstopfen.
bin wirklich schon gespannt wie das wird, wie gesagt, jetzt muss es noch ein bisschen lagern und reifen, und auch klären. ich erwarte mir aber ein ordentlich starkes und trotzdem relativ süffiges, fruchtiges IPA, in wundervollem bernsteinrot. bin gespannt wie sich der zucker macht, ist das erste mal dass ich mit zucker gebraut habe.

Verfasst: 12 Feb 2014, 14:02
von shredder666
mit 9% geht's schon eher richtung Imperial oder Double IPA. da wäre dies hier das masterpiece: http://maischemalzundmehr.de/index.php? ... _sorte=Ale, India Pale Ale&suche_malz=&suche_malz2=egal&suche_hopfen=&suche_hopfen2=egal&suche_hefe=&order=datum&ordertype=DESC
aber so wie du geschrieben hast, ist dein rezept davon eh nicht so weit entfernt.
Ich möchte so was auch mal machen, aber vorher möchte ich noch alle prozessschritte optimieren. derzeit ist mir der EVG immer noch etwas zu gering und ich weiß nicht, woran es liegt. andererseits war mir noch keins meiner biere zu süß, also sollte es passen. aber meistens komm ich vom alk her unter den wert im rezept.

ich hab am montag auch ein IPA abgefüllt, eigentlich ein single hop mit Centennial (und ein bissl Magnum als bitterhopfen, was aber nicht rausschmecken sollte). dieses mal nicht so brutal gestopft wie die biere davor, sondern nur mit ca. 2g/l.

am freitag brau ich dann ein Strong Yorkshire Ale.

@ Forumsleiche: im finnischen exil hast du doch sicher schon mal ein Sahti getrunken. wie ist das so?

Verfasst: 12 Feb 2014, 14:25
von Forumsleiche
hmm, hab mir eigentlic nie rezepte von imperial oder double IPAs angeschaut, aber in der tat, so weit ist das nicht daneben. naja gut, IPAs sind ja eigentlich auch eher einfache biere zum brauen. was mir aber nicht gefällt bei vielen rezeten, ist dass sie nur kombirast fahren. auch ich hadere immer mit dem EVG und war oft nicht über 70%. deshalb habe ich v.a. die maltoserast verlängert (und deshalb gefällt mir auch die kombirast nicht so gut; v.a. bei stark eingebrauten, bei schwächeren hätte ich weniger bedenken). ich vermute aber, dass ich die verluste vor allem beim abmaischen habe (ich arbeite mit panzerschlauch), und wegen der schrotung (ich habe nur eine billige schrotmühle) - letzteres kann ich ohne größere investition (für eine vernünftige mühle legt man schnell 200-300 €) aber auch nicht ändern. aber ich glaube, dass vor allem das abmaischen beim heimbrauen kritisch ist (edit: bei der sudhausausbeute bin ich moment bei ca. 73%, das finde ich für meine bescheidene anlage ok.). dieses mal dachte ich eben, ich probiere es mal mit zucker, und das resultat - 85% EVG - stellt mich eigentlich recht zufrieden (die trappisten stoßen auch bei den 90% EVG oben an). bleibt halt vorerst noch offen, wie es munden wird ;)

ich bin mir aber nicht sicher, wie weit der EVG und die sudhausausbeute hier in zusammenhang stehen. ich erreiche halt nur schwer die berechnete stammwürze. ich nehme nun mehr wasser für die schüttung, und weniger zum anschwänzen, damit funktioniert es etwas besser. warum ich diese beiden dinge in zusammenhag bringe, ist meine vermutung (weiß gar nicht ob die annahme überhaupt zulässig ist), dass eine nicht optimale filterung beim abmaischen und hopfen filtern zu viele trübpartikel in der würze lässt, welche das spez. gewicht der würze eröht - worunter im endeffekt der EVG leiden könnte. momentan versuche ich vor allem, beim filtern besser zu werden, wobei mir v.a. beim hopfen filtern momentan etwas die ideen ausgehen (also ohne viel zu investieren). ich habbe auch das problem, dass meine sudpfanne beim wüze kochen öfter wegen überhitzung abschaltet, das ist leider auch nicht optimal. jetzt versuche ich die elektronik unten besser zu kühlen, um oben mehr bzw. kontinuierlicher hitze zu bekommen :D


ich denke man wird sowieso immer bestrebt sein, den prozess zu optimieren. mich haben daher auch weniger zufriedenstellende resultate nicht davor abgeschreckt, weiter- und anderes zu probieren.

sahti habe ich leider noch nie getrunken, und muss zugeben, bis vor wenigen monaten nicht mal gewusst zu haben dass es das gibt. leider habe ich von sahti erst im oktober erfahren, als es hier schon schnee gab und somit die wachholderstauden nicht mehr erkennbar/zugänglich waren. für nächstes jahr habe ich mir aber vorgenommen ein mal sahti zu brauen probieren. wir haben zwar zum glück!! einen alko bei uns im ort, aber die haben keinen kühlschrank, und sahti wird nur an alkos geliefert, die einen kühlschrank haben (lt. alko pächter). nachdem ich aber sowieso jedes jahr wacholderbeeren pflücke (zum trocknen und kochen), werde ich dieses mal halt auch ein paar äste mit heim nehmen :)