Northern Light Festival 2011

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shredder666
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Beitrag von shredder666 »

wenns mit den bands nicht klappt, könnten sie ja einen schwenk in diese richtung machen und den namen beibehalten:
http://www.hanf-samen.info/hanfsamen/dr ... index.html
CONSPIRACY - Death/Thrash-Metal
http://conspiracyaustria.bandcamp.com
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Aamon
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Beitrag von Aamon »

nochmals: an diesem bericht erkennt man wieder: keinen Millimeter runtergehen, ich bin schon wieder zu weit gegangen. Weil um die exakten und entscheidenden Fragen kümmert sich kein Schwein. Das Festival gehört gleich wenig verboten wie 85% aller Österreicher. Welche Inhalte werden in der gesamten! Black Metal und Paganszene vermittelt? Das sind die Fragen

Und es gibt entscheidende Fragestellungen, die man philosophisch betrachten muss: Rassismus und die darauf bezügliche Ausgrenzung von Menschen, die hierzulande und im Sinne einer aufgeklärten Demokratie zurecht verboten ist und das Aufrechterhalten gesellschaftlicher Prinzipien des Nazireiches, auch das ist hierzulande nicht erlaubt.

In der Paganszene wimmelts eher vor Sagern bezüglich Blut, Erde, Ehre, Stolz, Vaterland, Natur usw...
Solche Sager sind aber nicht spezifisch nur dort zu finden, sondern derartiges kann man überall hören, auch auf jedem politischen Stammtisch und in jeder Regierung.

Auch Black und Pagan ist tendenziell keine linke Musik.

Die linkslinke Antifa unterscheidet zumeist aber nicht zwischen Nazitum und rechter Gesinnung.
Geht man das Northern Lights an, müsste man auch die anderen Metalfestivals angreifen, wenn man wirklich fernab von Doppelmoral agieren will und genau das tut man nicht.

Diese Paganfans sind halt stolze Musik-und Natur-Hippies, nix anderes

Die Paganszene muss sich natürlich inhaltlich was sagen lassen, vieles ist meiner Meinung mehr als blöde, was da abrennt.
Aber all das hat nichts mit dem Verbotsgesetz zu tun, also mit direktem Rassismus und dem Verherrlichen von Hitlerregime-Gedankengut. Das alles ist wieder was anderes. Das ist eine völlig andere Debatte und auch da agiert die Antifa nicht gescheit und ziemlich doppelmoralisch, wenn man sich die ganz normalen politischen Debatten in Österreich anschaut.

Was niemals in den letzten jahren erörtert wurde: Was ist rechts und was ist rechtsextrem und ab wann sollte derartiges Gedankengut generell verboten werden? Für mich sind alle diese Fragen noch nicht zur vollsten logischen Gründlichkeit ausdiskutiert, vor allem nicht die Moralfragen im philosophischen Sinne.

"Der Veranstalter musste uns eine Teilnehmerliste vorlegen, die wir jetzt akribisch durcharbeiten", bestätigt Michael Tischlinger, Chef des Landesamtes für Verfassungsschutz. Bei jeder Band werde untersucht, ob sie auf einem einschlägigen Index steht. "Falls sie indiziert ist, muss der Veranstalter sie wieder ausladen." Tischlinger rechnet frühestens für Mittwoch mit einer endgültigen Entscheidung, wer auftreten darf.
alleine das zeigt schon aus mehreren gründen alles auf, wie lächerlich da vorgegangen wird.
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Aldarion
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Beitrag von Aldarion »

Erik Blutaxt hat geschrieben:
("slartibartfass kann getrost als rechte band bewertet werden, da sie 2009 auf dem northern lights gespielt haben, auf dem 2011 auch rechte bands wie kroda gespielt haben". die übliche hirnamputierte argumentationsweise halt, auch wenn ichs nicht so wortgewandt hinbringe wie einschlägige verhetzer...).
Genau das mein ich, da könnt ich kotz1 wenn ich sowas lese.
shredder666 hat geschrieben:wenns mit den bands nicht klappt, könnten sie ja einen schwenk in diese richtung machen und den namen beibehalten:
http://www.hanf-samen.info/hanfsamen/dr ... index.html
Hey, kiffen is doch viel zu links :mrgreen:
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Helge-Uwe
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Beitrag von Helge-Uwe »

würden die meisten rechten mehr kiffen wär die welt wohl eine etwas lauschigere...
Aamon hat geschrieben:Auch Black und Pagan ist tendenziell keine linke Musik.
gut dass du das wieder zurecht editiert hast :mrgreen:
ich kenne die meisten leute aus diesem ("metal") musikalischen bereich (subgenre übergreifend, querbeet quasi) als absolut linksmittige oder zumindest politisch komplett neutrale leute, die rechten sind da MEINEM empfinden nach eindeutig in der unterzahl. kommt halt natürlich auch drauf an in welchen kreisen man sich bewegt.. eh klar, dass die und die jeweils eher unter sich bleiben und auch dementsprechend ihre bekanntschaften und ihren umgang pflegen.
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Aamon
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Beitrag von Aamon »

das ist ja ein generell interessantes thema. ich sehe z.b. ja auch große unterschiede zwischen den fans selbst und dem auch aus lustiger oder provozierender freude heraus lockerem umgang mit irgendwelcher symbolik, betrifft auch die bands selbst, die das aus ähnlich lockerer freude machen... es steckt meist eh nix dahinter...

was aber schon auffällt, wenn man mit metalfans spricht: prozentuell sind sie sicherlich niemals so links im denken wie andere musikgenres. was aber auch egal ist. geht ja nicht darum, auch wenn die antifa alles in einen topf schmeißt
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Helge-Uwe
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Beitrag von Helge-Uwe »

ja gut, fm4 schmusebärchen klientel sind wir keins.
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Noob_Saibot
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Beitrag von Noob_Saibot »

Man sollte sich einmal von diesen Gedanken befreien, dass Antifaschismus links ist. In gewisser Weise bin ich auch Antifaschist, ich will nicht von einem Füher regiert werden der mich gewaltsam unterdrückt. Die Antifaschistische Aktion wurde ja deswegen gegründet, um solche Tendenzen zu bekämpfen. Das was heute hier betrieben wird ist nichts anderes als psychologischer Krieg mit anderen Mitteln. Indem man mit extrem populisitschen Stilmitteln die Medien instrumentalisiert kann man politische Gegner schnell ins Abseits bugsieren. Das fängt bei Metal-Bands an und endet dann im großen Stil bei der gesamten Gesellschaft.
Am Ende leben wir in einer Welt ala Demolition Man...
Da geht er hin, einer von Gottes eigenen Prototypen - ein aufgemotzter Mutant von der Sorte, die nie zur Massenproduktion in Betracht gezogen wurde: zu spleenig zum Leben und zu selten zum Sterben
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Helge-Uwe
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Beitrag von Helge-Uwe »

Noob_Saibot hat geschrieben:Indem man mit extrem populisitschen Stilmitteln die Medien instrumentalisiert kann man politische Gegner schnell ins Abseits bugsieren.
präzisiere.
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Noob_Saibot
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Beitrag von Noob_Saibot »

Helge-Uwe hat geschrieben:
Noob_Saibot hat geschrieben:Indem man mit extrem populisitschen Stilmitteln die Medien instrumentalisiert kann man politische Gegner schnell ins Abseits bugsieren.
präzisiere.
Naja, ich kann doch einen jeden eine gewisse Gesinnugn andichten der nicht in einer Linie mit meiner politischen Sichtwiese konform geht. Das wird doch von der Antifa seid Jahren betrieben, und anstatt dass sich die großen Metal-Medien gegen sowas verschließen versucht man alles zu rechtfertigen oder kritisierte Bands zu ignorieren.
Bands wie Varg werden dann natürlich gerettet, weil sie Geld und Quoten bringen...aber die meisten werden in Stich gelassen.
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Jakob
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Beitrag von Jakob »

Welche Inhalte werden in der gesamten! Black Metal und Paganszene vermittelt? Das sind die Fragen.
Und es gibt entscheidende Fragestellungen, die man philosophisch betrachten muss: Rassismus und die darauf bezügliche Ausgrenzung von Menschen, die hierzulande und im Sinne einer aufgeklärten Demokratie zurecht verboten ist und das Aufrechterhalten gesellschaftlicher Prinzipien des Nazireiches, auch das ist hierzulande nicht erlaubt.
diese inhalte werden aber weder in der black noch in der paganszene vorrangig behandelt. insofern is doch eh alles klar, oder?

In der Paganszene wimmelts eher vor Sagern bezüglich Blut, Erde, Ehre, Stolz, Vaterland, Natur usw...
Solche Sager sind aber nicht spezifisch nur dort zu finden, sondern derartiges kann man überall hören, auch auf jedem politischen Stammtisch und in jeder Regierung.
Keine frage, es wimmelt dort von solchen sagern, die frage ist aber eher, wie sie eingesetzt sind. ist das ganze teil der show, will man mittelalter/wikingerromantik aufleben lassen, über die zeit singen (wie sie so nie stattgefunden hat) oder will man ideologien verbreiten, will man ein reines germanentum heraufbeschwören, will man blut und erde in die köpfe der väter für sein ehrenland stopfen... sager gibts überall viele, saudumme sager gibts in der linken szene genauso wie in der rechten, wenn auch entschieden seltener (sag ich jetz mal ganz objektiv happy3 )
nur sobald musik stammtischniveau mit deiner heißgeliebten gaunersprache erreicht, dann wirds bedenklich. egal in welche richtung, weil sowas hat dann nichts mehr mit kritischer, politischer musik/kunst zu tun, das ist reines ideologiengewäsch und zu 99,99999% bullshit. ich betone erneut: egal von welcher seite

Auch Black und Pagan ist tendenziell keine linke Musik.
black metal in seiner reinform ist keine politische musik.


Die linkslinke Antifa unterscheidet zumeist aber nicht zwischen Nazitum und rechter Gesinnung.
Geht man das Northern Lights an, müsste man auch die anderen Metalfestivals angreifen, wenn man wirklich fernab von Doppelmoral agieren will und genau das tut man nicht.
ad unterscheidung: tut man sehr wohl, wüsstest du, wenn du dich informieren würdest. tust du nicht, weil die linkslinken gutmenschen sind ja abschaum (und mein lieblingsspruch: schlimmer als die nazis)

Diese Paganfans sind halt stolze Musik-und Natur-Hippies, nix anderes
fremdstolz und hippie widerspricht sich, aber das is haarspalterei

Die Paganszene muss sich natürlich inhaltlich was sagen lassen, vieles ist meiner Meinung mehr als blöde, was da abrennt.
stimmt, aber:
die gesamte metalszene muss sich inhaltlich was sagen lassen, oder findest du irgendwelche gewaltfantasien toll? stehst du auf den gedanken, ein armes mädchen mit dem messer zu ficken? na ich weiß nicht....

Aber all das hat nichts mit dem Verbotsgesetz zu tun, also mit direktem Rassismus und dem Verherrlichen von Hitlerregime-Gedankengut. Das alles ist wieder was anderes. Das ist eine völlig andere Debatte und auch da agiert die Antifa nicht gescheit und ziemlich doppelmoralisch, wenn man sich die ganz normalen politischen Debatten in Österreich anschaut.
wenn auf einem hemdsärmel ein SS-sager draufsteht und div. runen und andere dinge in eindeutigem sinne missbraucht werden (vA so dinge wie die schwarze sonne(die von der SS kreiert wurde, die hats nie never ever gegeben vorher, aber das glauben ja die armen paganisten meistens nicht), tīwaz und ōþalan) dann hat das sehr wohl was mit dem verbotsgesetz zu tun. tu nicht so als könnten die meisten beschuldigten nichts dafür. die wissen schon mit welchen symbolen sie rumspielen und was sie daraus für einen nutzen ziehen.


und inwiefern agiert die antifa da doppelmoralisch? sie zeigen an wo was ihrer meinung nach falschrennt und mehr nicht. und tu jetz nicht so, als ob du irgendwelche linken medien konsumieren würdest, die berichten ausführlichst über österreichische innenpolitik, außenpolitik, weltpolitik etc.
und die politischen debatten, zu denen mittlerweile ja nicht mal mehr die kpö etc. eingeladen werden, haben ja wohl nichts und noch weniger mit den aktionen der antifa zu tun.. die kommen ja nicht mal ansatzweise in die nähe so einer veranstaltung.

Was niemals in den letzten jahren erörtert wurde: Was ist rechts und was ist rechtsextrem und ab wann sollte derartiges Gedankengut generell verboten werden? Für mich sind alle diese Fragen noch nicht zur vollsten logischen Gründlichkeit ausdiskutiert, vor allem nicht die Moralfragen im philosophischen Sinne.
weißt du wer diesen sager das letzte mal in einer debatte verwendet hat? der liebe herr vilimsky im zusammenhang mit dem tollen WKR-Ball...
weil es is ja nicht defniert, was rechtsextrem is, herr öllinger, bestimmen sie das etwa? wie können sie dann sagen, dass unser schöner kartellball, zu dem eh nur scheißnazis und andere schwachstellen kommen überhaupt rechts is?

diene moralfragen im philosophischen sinne kannst dir in die haare schmieren. wir haben eine eindeutige rechtsphilosophisch untermauerte abgrenzung zwischen straffälligem rechtsaußenmist, verhetzung etc und nazitum, wiederbetätigung usw... lies halt mal die gesetzestexte, die sind ziemlich eindeutig und das is das einzige was zählt. du kannst ja dann mit einem richter diskutieren, ob das jetz moralisch verwerflich is oder nicht, aber weiterbringen wird dich das nicht.
ich bin ja sowieso der meinung, dass gar kein gedankengut verboten gehört. egal wie abscheulich und bescheuert es sein mag, aber solange es verboten is, kann man sich das als antifa ja wohl zunutze machen und die leute sekkieren. absolut legitim und rechtens.

"Der Veranstalter musste uns eine Teilnehmerliste vorlegen, die wir jetzt akribisch durcharbeiten", bestätigt Michael Tischlinger, Chef des Landesamtes für Verfassungsschutz. Bei jeder Band werde untersucht, ob sie auf einem einschlägigen Index steht. "Falls sie indiziert ist, muss der Veranstalter sie wieder ausladen." Tischlinger rechnet frühestens für Mittwoch mit einer endgültigen Entscheidung, wer auftreten darf.
alleine das zeigt schon aus mehreren gründen alles auf, wie lächerlich da vorgegangen wird.[/quote]

was regst dich auf? is um einiges kulanter als man den umständen entsprechend erwarten könnte. in der vergangenheit sind mehr festln ohne mucksen abdreht worden ohne dass sie jemals die chance gehabt hätten, ihren braunen dreck abzuputzen.

Noob_Saibot hat geschrieben:Man sollte sich einmal von diesen Gedanken befreien, dass Antifaschismus links ist. In gewisser Weise bin ich auch Antifaschist, ich will nicht von einem Füher regiert werden der mich gewaltsam unterdrückt. Die Antifaschistische Aktion wurde ja deswegen gegründet, um solche Tendenzen zu bekämpfen. Das was heute hier betrieben wird ist nichts anderes als psychologischer Krieg mit anderen Mitteln. Indem man mit extrem populisitschen Stilmitteln die Medien instrumentalisiert kann man politische Gegner schnell ins Abseits bugsieren. Das fängt bei Metal-Bands an und endet dann im großen Stil bei der gesamten Gesellschaft.
Am Ende leben wir in einer Welt ala Demolition Man...
sehr richtig. und ja, bei der zumeist etwas übereifrigen antifa rennt auch vieles falsch... leider
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Helge-Uwe
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Beitrag von Helge-Uwe »

Jakob hat geschrieben:und ja, bei der zumeist etwas übereifrigen antifa rennt auch vieles falsch...
ich hab vor einiger zeit mal wen sagen hören "zugegeben, die nazis waren ziemlich ungute leut". in die gleiche schiene fällt diese mitigation jetzt wohl auch :mrgreen:
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Aamon
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Beitrag von Aamon »

Welche Inhalte werden in der gesamten! Black Metal und Paganszene vermittelt? Das sind die Fragen.
Und es gibt entscheidende Fragestellungen, die man philosophisch betrachten muss: ...
diese inhalte werden aber weder in der black noch in der paganszene vorrangig behandelt. insofern is doch eh alles klar, oder?

genau das meinte ich
In der Paganszene wimmelts eher vor Sagern bezüglich Blut, Erde, Ehre, Stolz, Vaterland, Natur usw...
Solche Sager sind aber nicht spezifisch nur dort zu finden, sondern derartiges kann man überall hören, auch auf jedem politischen Stammtisch und in jeder Regierung.
Keine frage, es wimmelt dort von solchen sagern, die frage ist aber eher, wie sie eingesetzt sind. ist das ganze teil der show, will man mittelalter/wikingerromantik aufleben lassen, über die zeit singen (wie sie so nie stattgefunden hat) oder will man ideologien verbreiten, will man ein reines germanentum heraufbeschwören, ...

genau meine ansicht
Auch Black und Pagan ist tendenziell keine linke Musik.
black metal in seiner reinform ist keine politische musik.

für mich ist jede aussage politisch zu betrachten, absolut jede

Die linkslinke Antifa unterscheidet zumeist aber nicht zwischen Nazitum und rechter Gesinnung.
Geht man das Northern Lights an, müsste man auch die anderen Metalfestivals angreifen, wenn man wirklich fernab von Doppelmoral agieren will und genau das tut man nicht.
ad unterscheidung: tut man sehr wohl, wüsstest du, wenn du dich informieren würdest. tust du nicht, weil die linkslinken gutmenschen sind ja abschaum (und mein lieblingsspruch: schlimmer als die nazis)

leider tut man das dort meist nicht, diese feststellung kann man sehr leicht treffen, wenn man mit ihnen redet und wenn man aussagen zu bestimmten politikern und zur politik generell hernimmt. das ist leider so und genau deshalb ists meist auch sehr ärgerlich, was aus dieser ecke kommt in bestimmten diskussionen
Diese Paganfans sind halt stolze Musik-und Natur-Hippies, nix anderes
fremdstolz und hippie widerspricht sich, aber das is haarspalterei

stimmt, das ist haarspalterei
Die Paganszene muss sich natürlich inhaltlich was sagen lassen, vieles ist meiner Meinung mehr als blöde, was da abrennt.
stimmt, aber:
die gesamte metalszene muss sich inhaltlich was sagen lassen, oder findest du irgendwelche gewaltfantasien toll? stehst du auf den gedanken, ein armes mädchen mit dem messer zu ficken? na ich weiß nicht....

stimmt auch
Aber all das hat nichts mit dem Verbotsgesetz zu tun, also mit direktem Rassismus und dem Verherrlichen von Hitlerregime-Gedankengut. Das alles ist wieder was anderes. Das ist eine völlig andere Debatte und auch da agiert die Antifa nicht gescheit und ziemlich doppelmoralisch, wenn man sich die ganz normalen politischen Debatten in Österreich anschaut.
wenn auf einem hemdsärmel ein SS-sager draufsteht und div. runen und andere dinge in eindeutigem sinne missbraucht werden (vA so dinge wie die schwarze sonne(die von der SS kreiert wurde, die hats nie never ever gegeben vorher, aber das glauben ja die armen paganisten meistens nicht), tīwaz und ōþalan) dann hat das sehr wohl was mit dem verbotsgesetz zu tun. tu nicht so als könnten die meisten beschuldigten nichts dafür. die wissen schon mit welchen symbolen sie rumspielen und was sie daraus für einen nutzen ziehen.

ich beschäftige mich glücklicherweise mit solchen bands nicht und kann darüber nichts sagen. ich spreche auch nie von den ausnahmen, sondern von der szene an sich

und inwiefern agiert die antifa da doppelmoralisch? sie zeigen an wo was ihrer meinung nach falschrennt und mehr nicht. und tu jetz nicht so, als ob du irgendwelche linken medien konsumieren würdest, die berichten ausführlichst über österreichische innenpolitik, außenpolitik, weltpolitik etc.
und die politischen debatten, zu denen mittlerweile ja nicht mal mehr die kpö etc. eingeladen werden, haben ja wohl nichts und noch weniger mit den aktionen der antifa zu tun.. die kommen ja nicht mal ansatzweise in die nähe so einer veranstaltung.

ist eine generelle politische debatte. werden wir hier nicht erörtern
Was niemals in den letzten jahren erörtert wurde: Was ist rechts und was ist rechtsextrem und ab wann sollte derartiges Gedankengut generell verboten werden? Für mich sind alle diese Fragen noch nicht zur vollsten logischen Gründlichkeit ausdiskutiert, vor allem nicht die Moralfragen im philosophischen Sinne.
weißt du wer diesen sager das letzte mal in einer debatte verwendet hat? der liebe herr vilimsky im zusammenhang mit dem tollen WKR-Ball...
weil es is ja nicht defniert, was rechtsextrem is, herr öllinger, bestimmen sie das etwa? wie können sie dann sagen, dass unser schöner kartellball, zu dem eh nur scheißnazis und andere schwachstellen kommen überhaupt rechts is?

diene moralfragen im philosophischen sinne kannst dir in die haare schmieren. wir haben eine eindeutige rechtsphilosophisch untermauerte abgrenzung zwischen straffälligem rechtsaußenmist, verhetzung etc und nazitum, wiederbetätigung usw... lies halt mal die gesetzestexte, die sind ziemlich eindeutig und das is das einzige was zählt. du kannst ja dann mit einem richter diskutieren, ob das jetz moralisch verwerflich is oder nicht, aber weiterbringen wird dich das nicht.
ich bin ja sowieso der meinung, dass gar kein gedankengut verboten gehört. egal wie abscheulich und bescheuert es sein mag, aber solange es verboten is, kann man sich das als antifa ja wohl zunutze machen und die leute sekkieren. absolut legitim und rechtens.

fpö-politiker sind von mir niemals geschätzt worden, was niemals bedeuten muss, dass sie nicht in bestimmten fragen recht haben. genau um die eindeutigkeit geht's und die wird aber leider in den allgemeinen politischen diskussionen nicht verwendet, weil eben das rabaukenhafte schwarz/weiss-geschnatter kommt, egal ob von links oder von rechts
"Der Veranstalter musste uns eine Teilnehmerliste vorlegen, die wir jetzt akribisch durcharbeiten", bestätigt Michael Tischlinger, Chef des Landesamtes für Verfassungsschutz. Bei jeder Band werde untersucht, ob sie auf einem einschlägigen Index steht. "Falls sie indiziert ist, muss der Veranstalter sie wieder ausladen." Tischlinger rechnet frühestens für Mittwoch mit einer endgültigen Entscheidung, wer auftreten darf.
alleine das zeigt schon aus mehreren gründen alles auf, wie lächerlich da vorgegangen wird.
was regst dich auf? is um einiges kulanter als man den umständen entsprechend erwarten könnte. in der vergangenheit sind mehr festln ohne mucksen abdreht worden ohne dass sie jemals die chance gehabt hätten, ihren braunen dreck abzuputzen.

weils nichts anderes ist als ein black/paganfestival und weil mir die metalszene wichtig ist und ich abseits von doppelmoral agiere und ansonsten jedes zweite festl in österreich verbieten oder genauer untersuchen müsste, nicht zuletzt jedes zweite volksfest mit rechter volksmusik oder jedes religionsfest mit all ihren verhetzenden aussagen.
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Jakob
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Beitrag von Jakob »

Helge-Uwe hat geschrieben:
Jakob hat geschrieben:und ja, bei der zumeist etwas übereifrigen antifa rennt auch vieles falsch...
ich hab vor einiger zeit mal wen sagen hören "zugegeben, die nazis waren ziemlich ungute leut". in die gleiche schiene fällt diese mitigation jetzt wohl auch :mrgreen:

ich korrigiere mich, voreilig war das wort nachdem ich verzweifelt rang
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Beitrag von BloodHead »

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Erik Blutaxt
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Beitrag von Erik Blutaxt »

ja, ich werd auch eine kundgebung machen, nämlich dafür, dass die sich aus unerfindlichen gründen plötzlich dazu berufenen personen von "SPÖ, Grünen, KPÖ, ÖH Linz und ÖGB" ihre in wahrheit sinnvolle und notwendige arbeit machen, anstelle von "herumschickaniererei" an gewissen österreichischen randkulturen der gesellschaft wie black und pagan metallern und -innen, die sie ja nun offensichtlich aus unerfindlichen gründen aus der gesellschaft ausschließen wollen, anstelle ihnen raum und wertschätzung entgegen zu bringen...

bin schockiert :shock: korrigiere: entrüstet...
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