ja, sorry, sowas deppates.... stimmt.... aber das is ja das was ich mein, ich bin ja da auch nicht (mehr) so bewandert. abgesehen davon kann man solche namen schnell verwechseln....
ich rede ja nicht davon, dass man sich mit linksextremisten verbrüdert. die antifaschistische organisation ist ja nicht als solche ine linksextreme gschicht, sondern schlicht antifaschistisch. auch wenn da mehr als genug linksextreme rumrennen. genausogut könnte man sagen, das dokumentationsarchiv des österreichischen widerstands ist ein haufen linksextremer, auch wenn das jetz ein mehr als gewagter vergleich ist. viele von den indymedialeuten sind genausowenig linksextrem wie viele aus der pagan oder blackmetalszene rechtsextrem sind, aber sobald etwas politisiert wird, kann man das imo nicht mehr leugnen und muss stellung beziehen, auch wenn es einem widerstrebt. selbst wenn es dabei nur darum geht, schadensbegrenzung zu betreiben. nur so kann man verhindern, dass komplette konzerte und festivals verboten werden bzw. die veranstalter abspringen, weil ihnen die sache zu heiß wird (verständlich). wenn ich ans erste dunkelheit in graz denk, da war auch eine demo gegen ns im bm angesetzt, das konzert fand nach mehreren veranstaltungsortwechseln trotzdem statt, aber es wurde bewirkt, dass einige bands ausgeladen (was ich mich erinnern kann) wurden. das war für mich der moment, in dem ich den entschluss gefasst hab da endgültig stellung zu beziehen. ich hab mich bei dem konzert mehr mit demonstranten unterhalten als ich mir im endeffekt bands angeschaut hab (hat sowieso fast nur scheiße gespielt, was ich mich erinnern kann, aber ich bin damals nur hingefahren weil 1. freunde runterwollten und 2. weil ich die heimischen veranstalter ein bissl unterstützen wollt)
da waren sogar deklariert rechte leut mit dabei, die dann mit mir mit den demonstranten diskutiert haben, weil ihnen das am orsch gegangen is, dass da immer drübergefahren wird. rechts heißt ja shcließlich auch nicht automatisch nazi oder rassist. ich glaube auf jeden fall, dass da einige leute gar nicht gewusst haben, um was es geht, sie nur den aufruf zur demo gegen eine naziveranstaltung mitbekommen haben und gleich mal dort waren. und genau sowas kann man gezielt entgegenwirken indem man kommuniziert. um nichts anderes geht es.
wenn ein aufgebrachter mob es nicht besser weiß (und nicht immer besser wissen kann), ist es an der angekreideten partei, sie darüber aufzuklären, dass die dinge bei weitem nicht so stehen wie sie sich das vorstellen. KOMMUNIKATION!!!!!!!!!!!!
und wenn man sich sowas in zukunft sparen will, muss man sich eben von dingen, die einem vorgeworfen werden distanzieren. das tut nicht weh. das hab ich auch gemacht, auch wenn ich nicht muss. natürlich ist politik, bzw sollte sie es sein, privatsache und geht im prinzip niemanden was an. aber wenn ich öffentlich als nazi, fascho, rassist, nationalist etc. deklariert werde, sag ich sehr wohl, dass das ausgemachter schmarrn ist und nicht der wahrheit enspricht. schade dass man das tun muss, aber es gab einfach sehr viele versäumnisse seitens der metalszene sich davon abzugrenzen. es is meistens eher so, dass sie dann die armen sind und jammern, aber trotzdem nicht auf die idee kommen zu sagen, dass es nicht stimmt.
es ist leider kein gericht und es gilt nicht die unschuldsvermutung. das ist ganz primitives faustrecht und der angeklagte gilt eben so lange als schuldig, bis er das gegenteil beweist.
Aldarion hat geschrieben:Schnitt machen - ja. Die Frage is wo man ansetzt. Der Schnitt den ich für mich selbst setze, beginnt da wo Bands in den politisch rechtsextremen Bereich gehen, und das auch in ihrer Musik, Auftreten etc. propagieren. Da gibts dann auch kein Pardon meinerseits. Die genannten Bands sind da keine Ausnahme, und mussten aus dem Billing raus.
Natürlich gibts Leute die solchen Mist kaufen und Konzerte besuchen - darum werden auch Bands wie Moonsorrow und Konsorten im Vorhinein von der Antifa verteufelt. Nur sollten sich diese Herrschaften trotzdem um eine vernünftige Recherche bemühen und auch für sich selber einen Schnitt machen, dann könnens die wirklich gefährlichen Bands verfolgen, was ja nur wünschenswert wäre. Und ja, solche Leute bringen eine Szene in Verruf, nur gibt es da noch den anderen Teil, der das dann ausbaden muss.
geb ich dir vollkommen recht, aber die leut ham auch nicht mehr zeit als wir hier und zieh amal aus der fülle an konzertberichten und interviews das eine interview raus, das die behauptung aus einem anderen widerlegt. klar sollte man über handfeste beweise verfügen, bevor man andere öffentlich denunziert, aber das sind versäumnisse seitens der antifa die ich auch ankreide und genau deswegen meine ich, dass man zusammenarbeiten muss. da hilfts einfach nicht sich über die straße anzubrüllen.
Jakob hat geschrieben:solang ihr solche leut auf euren festln spielen lassts, mit solchen bandshirts in der öffentlichkeit rumrennt und solche bands mit cdkäufen etc. unterstützts brauchts ihr euch alle nicht wundern, wenn sich die antifantengemeinde nicht auskennt und gleich mal alles verteufelt was mit frakturschrift zu tun hat
Und wie ich mich wundere - so eine "Pauschalisierung" darf nicht stattfinden, da muss klar abgegrenzt werden, wer oder was rechtsextrem ist und wer nicht.
kollateralschaden. gilt es zu vermeiden. s.o.