Northern Light Festival 2011
- Jakob
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- Jakob
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666Elch
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Die Ausladung der Bands "Kroda" und "Saltus" aus dem Programm bestätigt keinesfalls eine Behauptung in Richtung neonazistischer Verbindung!
Die Band "Djur" musste ihren Auftritt bereits aus anderen Gründen absagen, die Anschuldigungen "Djur" betreffend haben sich ebenfalls nicht bestätigt!
Der KV DownUnderGround und Veranstalter des "Northern Lights Festival" distanziert sich ausdrücklich von jeglicher politischen Gesinnung!
Statement von Kroda!
Wie bereits angegeben, bestätigt die Absage keinesfalls die Richtigkeit der Anschuldigungen!
Die Prüfung durch die zuständigen Behörden hat weder ein Verbot noch die Bestätigung zu neonazistischen Verbindungen ergeben!
KRODA selfcancellation in Austrian Northern Lights Festival 2011
We decided to cancel the participation of KRODA in the Northern Lights festival 2011, to allow the organizers of the festival to hold it properly. We would like to note that as the result of examination of security service in Austria, the police and other competent bodies, KRODA was not considered a "fascist," "extremist" or any other "wrong and incorrect" band, and legislatively our performance is not prohibited. However, to once and for all save the promoters of this magnificent festival from the fascist-"anti-fascists" dictature that have encircled them, spreading in the Austrian (and other) media slander and false information about our involvement in politics, we remove ourselves from the list of bands participating in the fest. The festival must take place! If, among the visitors of the fest, there are people for whom the main reason of the visit to the festival was seeing KRODA, we still urge you not to return the tickets and to come and support this rare festival that is not afraid to contradict the "inquisition" and "witch hunters". Hail Northern Lights!
The situation clearly demonstrates that we are not allowed to play openly in legal events, stating the name of our horde in announcements and posters. But when we are playing at private gigs, then it is treated by "antifa" in their stupid articles like the fact that we participate in the "wrong concerts," playing there with "wrong and incorrect groups". "Wrongness" here, of course, is dictated solely by defective notions of "anti-fascists", who are far from understanding the subculture of Black / Pagan Metal. But we have already written about this two years ago.
Finally, remember that our concerts in Poland and the Czech Republic will surely take place.
Heil Ragnarok!
Fuck off "antifa"!
Die Band "Djur" musste ihren Auftritt bereits aus anderen Gründen absagen, die Anschuldigungen "Djur" betreffend haben sich ebenfalls nicht bestätigt!
Der KV DownUnderGround und Veranstalter des "Northern Lights Festival" distanziert sich ausdrücklich von jeglicher politischen Gesinnung!
Statement von Kroda!
Wie bereits angegeben, bestätigt die Absage keinesfalls die Richtigkeit der Anschuldigungen!
Die Prüfung durch die zuständigen Behörden hat weder ein Verbot noch die Bestätigung zu neonazistischen Verbindungen ergeben!
KRODA selfcancellation in Austrian Northern Lights Festival 2011
We decided to cancel the participation of KRODA in the Northern Lights festival 2011, to allow the organizers of the festival to hold it properly. We would like to note that as the result of examination of security service in Austria, the police and other competent bodies, KRODA was not considered a "fascist," "extremist" or any other "wrong and incorrect" band, and legislatively our performance is not prohibited. However, to once and for all save the promoters of this magnificent festival from the fascist-"anti-fascists" dictature that have encircled them, spreading in the Austrian (and other) media slander and false information about our involvement in politics, we remove ourselves from the list of bands participating in the fest. The festival must take place! If, among the visitors of the fest, there are people for whom the main reason of the visit to the festival was seeing KRODA, we still urge you not to return the tickets and to come and support this rare festival that is not afraid to contradict the "inquisition" and "witch hunters". Hail Northern Lights!
The situation clearly demonstrates that we are not allowed to play openly in legal events, stating the name of our horde in announcements and posters. But when we are playing at private gigs, then it is treated by "antifa" in their stupid articles like the fact that we participate in the "wrong concerts," playing there with "wrong and incorrect groups". "Wrongness" here, of course, is dictated solely by defective notions of "anti-fascists", who are far from understanding the subculture of Black / Pagan Metal. But we have already written about this two years ago.
Finally, remember that our concerts in Poland and the Czech Republic will surely take place.
Heil Ragnarok!
Fuck off "antifa"!
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JF_Labbé
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Bitte sehr, für die "Nicht Facebooker":
Sehr geehrter Herr Öllinger!
Als ich heute morgen wie üblich die Nachrichten durchstöberte, fiel mir sofort ein Bericht über das angeblich kontroverse "Northern Lights Festival" in Oberösterreich auf.
Nun muss ich sagen dass ich weder ein speziell ausgewiesener Fan von Black-Metal bin, noch vorhabe folgendes Fest zu besuchen.
Eines möchte ich (und ich bin immerhin selbst schon lange als Musiker in der Metal-Szene tätig) schon anmerken:
Beim ersten überfliegen der dort spielenden Acts kann ich keine offensichtliche "rechtsradikale" Einstellung erkennen. Ich weiß nicht wo die normalerweise von den Grünen immer verteidigte "Freiheit der Kunst" endet, aber es muss Ihnen schon klar sein dass Black-Metal eine eher derbe satanische und dadurch fast immer sehr provokante Seite des Heavy Rock repräsentiert.
Das dabei ab und zu auch Statements vielleicht politisch unkorrekt sind mag schon stimmen, doch es liegt auch am Publikum dies zu bewerten. Die mir bekannten (und das sind einige) Fans dieser Musik sind hingegen meist sehr weltoffene Menschen die garantiert nicht an der Wiederherstellung bestimmter politischer Systeme interessiert sind.
Als aktiver Musiker hatte ich selbst oft mit diversen ungerechtfertigten Vorurteilen zu kämpfen, und mehrmals wurde ich selbst Zeuge dass Musiker von bestimmten Konzerten ausgeschlossen wurden, weil irgendjemand in der Bevölkerung nicht damit einverstanden war und etwas ins Rollen brachte (Ich erinnere mich das Verbot der Band "Facebreaker" in Marchtrenk, die außer schneller Musik und einem zugegebenermaßen brutalen Namen aber nichts gefährliches an sich hatte).
Des weiteren möchte ich Sie darauf hinweisen dass der sich in die Bevölkerung einschleichende Nationalismus eher den vielen Discos mit ihren aus Kanistern saufenden und scheinbar "normalen" Jugendlichen zu finden ist, jemand der sich auf so ein Festival begibt, muss zumindest schon mehrmals in seinem Leben über den Tellerrand geblickt haben.
> lieber herr wintersberger,
>
> danke für ihre mail! ich hätte das bis vor wenigen tagen sehr ähnlich
> gesehen wie sie. das problem ist für mich nicht black metal per se, auch
> nicht die fans, sondern einige wenige gruppen und einige fans.
> im fall reichenthal sind es leider die veranstalter, die jede möglichkeit
> genutzt haben, um noch ein schäuferl draufzulegen.
> das ist mir unverständlich, denn ich würde auch bei den veranstaltern
> nicht annehmen, dass sie mit neonazis sympathisieren.
> aber wenn man sich die homepage von northern lights durchackert, stellt
> man fest, dass offensichtlich auch die veranstalter mit den braunen postern
> mitheulen. ich schick ihnen den link zu unserer website
> http://www.stopptdierechten.at/2011/06/ ... etalltone/
>
> schon vorher haben wir beiträge zu einzelnen bands bei NL mit
> brauntönen publiziert.
> das sinnvollste wäre gewesen, die veranstalter hätten sofort den dialog
> mit den kritikern gesucht, sich mit ihrer kritik an einzelnen bands
> auseinandergesetzt. so aber: kein argument durch die veranstalter und selbst
> versuche von besuchern oder sympathisanten des festivals werden niedergemacht.
>
> und dazwischen auf der homepage die braunen jungs von "feuernacht" oder
> "odins gefolge" usw....
> ich persönlich find's schade, dass die veranstalter so gar nicht auf
> kritik eingegangen sind und sich selbst die chance genommen haben, braune
> töne auszuschliessen!
> ich denke, wenn sie unsere langen beiträge zu reichenthal durchlesen,
> werden sie sehen, dass da gute recherche dahintersteht. würde mich
> interessieren, wie sie das festival bzw. diese gruppen danach beurteilen!
>
> was ihre bemerkung zu discos und dem dort bzw. rundum stattfindenden
> nationalismus betrifft, so muss ich ihnen rechtgeben.
>
> danke jedenfalls für ihre kritischen bemerkungen!
>
> karl öllinger
sehr geehrter herr öllinger!
ich bedanke mich für ihre prompte antwort, muss ihnen trotzdem noch ein weiteres statement meinerseits unterbreiten.
erstmal möchte ich klar stellen, das rechtes gedankengut für mich ein absolutes no-go ist und ich seit der formung meiner existenz für eine tolerante welt ohne scheuklappen kämpfe.
ich verstehe auch wirklich ihre bedenken, und auch ihre recherchen lassen teilweise annehmen das hier der eine oder andere wohl ein ewiggestriger sein muss.
aber solche geschichten kennen wir doch schon gut genug, ich erinnere nur an die über die jahre weltberühmt gewordenen SLAYER, deren anfangsbuchstabe in ihrem logodesign auch von der SS geklaut wurde, und deren berühmtester song "angel of death" mit dem satz "auschwitz - the meaning of pain, the way that i want you to die" begann. die band wurde damals als das werk des teufels abgetan und sollte überall wo nur möglich verboten werden.
niemand machte sich aber die mühe den text zu ende zu lesen und sich gedanken darüber zu machen, obwohl sich die band über jahre hinweg von national(sozial)istischem gedankengut distanziert hat (und der song in wahrheit als hasstirade an dr. mengele gedacht ist dem der tot in seiner eigenen vernichtungsmaschinerie gewünscht wird).
und ich will hier wirklich nichts verharmlosen, aber mein problem an der geschichte ist folgendes:
ich habe das gefühl das im zuge des scheinbar aufstrebenden nationalismus leider auch die seite "stoppt die rechten" - so wie alle antifaschistischen organisation schön langsam beginnen populistisch zu agieren und informationen zu ihren zwecken zurechtzurücken. das linzer label "ccp-records" zb. wird hier in die nähe rechtsradikalen gedankenguts gebracht, obwohl auf ihrer startseite ein banner mit der aufschrift "metal gegen rechte gewalt (siehe screenshot)" angebracht ist.
ich habe am vormittag mit mehreren mir bekannten szenevertretern gesprochen die alle zugestehen dass es öfter probleme mit neonazis gibt, auch deshalb weil sich die szene leider zu wenig davon distanziert. nichtsdestotrotz hatten einige von ihnen vor das festival zu besuchen (und sie wären nicht meine freunde würden sie nicht eine "linke" grundeinstellung mit sich bringen).
das größte problem hierbei ist meiner meinung nach nämlich, dass hierbei auch normale menschen sich mit in den schmutz gezogen fühlen, und das schadet im endeffekt auch der antifaschistoiden bewegung. während es bei einer seite wie donau-alpen-info ja klar ist welche ziele sie verfolgt, kann genau dies bei einem derartigen festival hingegen nicht klar definiert werden.
zu guter letzt fällt mir nur noch folgender (leicht sarkastischer) vergleich ein:
was würden sie sagen, würde jemand verlangen den nationalrat zu verbieten weil er mit jeder wahl mehr zum tummelplatz von nationalisten wird?
liebe grüße
lieber herr wintersberger,
wenn der effekt unserer und der öffentlichen debatte der wäre, dass es in der szene mehr sensibilität gibt, dann wäre das schon ein gewaltiger erfolg!
was mir bei den NL-leuten aufgefallen ist: sie haben die kritik bzw. vorschläge, sich von rechtsextremismus zu distanzieren und nazis rauszuhauen, richig niedergeschnauzt. für mich war das gute zeichen dabei, einige poster passen auf, die veranstalter offensichtlich nicht. ganz im gegenteil!
insofern ist der ausschluss von 3 gruppen durch die behörden vermutlich gar keine so schlechte entscheidung. ein warnschuss für die veranstalter: besser aufpassen! so wie sich die aber verhalten haben, fürchte ich, dass sie wenig lernfähig sind.
was das publikum, aber auch das genre black metal selbst betrifft, geb ich ihnen recht - da muss man sehr genau aufpassen und differenzieren. ich denke, wir haben das versucht, aber ich kann nicht garantieren, dass das alle so machen.
slayer und kiss: an die slayer-geschichte haben sie mich dankenswerterweise wieder erinnert! ich halte beide trotzdem für eine andere sache: da gehts um provokation bzw. missverständnisse und eine manchmal aufgeregte debatte dazu.
im black metal gehts natürlich auch um provokation, das ausloten von grenzen, um tabus. gar nicht einfach, damit richtig umzugehen!
bei einigen gruppen wie kroda gehts aber um was anderes:wenig, aber doch eindeutiges immusikalischen bereich, einschlägiges im drumherum (interviews usw.)
bei slayer und kiss gab's das nicht. es wäre doch niemandem von denen eingefallen, primitiv antisemitische sprüche abzusondern. das wäre ziemlich sicher auch in den usa das ende jeder musik-karriere (nicht nur im rockbusiness)
hmm, und dann noch eine anmerkung zum parlamentsvergleich: nicht schlecht, aber nicht ganz zutreffend!
a) im parlament passen die auf
b) sie sind -halleluja - (noch) keine mehrheit
c) sie stellen nicht die veranstalter (regierung,präsidentIn),sondern nur einen stellvertreter mit dem graf und das war eh aufregend genug.
das wirkliche problem wäre dann vermutlich, dass so typen wie sie und ich dann verboten wären!
war jedenfalls interessant, mit ihnen zu diskutieren -danke!
liebe grüsse!
karl öllinger
Sehr geehrter Herr Öllinger!
Als ich heute morgen wie üblich die Nachrichten durchstöberte, fiel mir sofort ein Bericht über das angeblich kontroverse "Northern Lights Festival" in Oberösterreich auf.
Nun muss ich sagen dass ich weder ein speziell ausgewiesener Fan von Black-Metal bin, noch vorhabe folgendes Fest zu besuchen.
Eines möchte ich (und ich bin immerhin selbst schon lange als Musiker in der Metal-Szene tätig) schon anmerken:
Beim ersten überfliegen der dort spielenden Acts kann ich keine offensichtliche "rechtsradikale" Einstellung erkennen. Ich weiß nicht wo die normalerweise von den Grünen immer verteidigte "Freiheit der Kunst" endet, aber es muss Ihnen schon klar sein dass Black-Metal eine eher derbe satanische und dadurch fast immer sehr provokante Seite des Heavy Rock repräsentiert.
Das dabei ab und zu auch Statements vielleicht politisch unkorrekt sind mag schon stimmen, doch es liegt auch am Publikum dies zu bewerten. Die mir bekannten (und das sind einige) Fans dieser Musik sind hingegen meist sehr weltoffene Menschen die garantiert nicht an der Wiederherstellung bestimmter politischer Systeme interessiert sind.
Als aktiver Musiker hatte ich selbst oft mit diversen ungerechtfertigten Vorurteilen zu kämpfen, und mehrmals wurde ich selbst Zeuge dass Musiker von bestimmten Konzerten ausgeschlossen wurden, weil irgendjemand in der Bevölkerung nicht damit einverstanden war und etwas ins Rollen brachte (Ich erinnere mich das Verbot der Band "Facebreaker" in Marchtrenk, die außer schneller Musik und einem zugegebenermaßen brutalen Namen aber nichts gefährliches an sich hatte).
Des weiteren möchte ich Sie darauf hinweisen dass der sich in die Bevölkerung einschleichende Nationalismus eher den vielen Discos mit ihren aus Kanistern saufenden und scheinbar "normalen" Jugendlichen zu finden ist, jemand der sich auf so ein Festival begibt, muss zumindest schon mehrmals in seinem Leben über den Tellerrand geblickt haben.
> lieber herr wintersberger,
>
> danke für ihre mail! ich hätte das bis vor wenigen tagen sehr ähnlich
> gesehen wie sie. das problem ist für mich nicht black metal per se, auch
> nicht die fans, sondern einige wenige gruppen und einige fans.
> im fall reichenthal sind es leider die veranstalter, die jede möglichkeit
> genutzt haben, um noch ein schäuferl draufzulegen.
> das ist mir unverständlich, denn ich würde auch bei den veranstaltern
> nicht annehmen, dass sie mit neonazis sympathisieren.
> aber wenn man sich die homepage von northern lights durchackert, stellt
> man fest, dass offensichtlich auch die veranstalter mit den braunen postern
> mitheulen. ich schick ihnen den link zu unserer website
> http://www.stopptdierechten.at/2011/06/ ... etalltone/
>
> schon vorher haben wir beiträge zu einzelnen bands bei NL mit
> brauntönen publiziert.
> das sinnvollste wäre gewesen, die veranstalter hätten sofort den dialog
> mit den kritikern gesucht, sich mit ihrer kritik an einzelnen bands
> auseinandergesetzt. so aber: kein argument durch die veranstalter und selbst
> versuche von besuchern oder sympathisanten des festivals werden niedergemacht.
>
> und dazwischen auf der homepage die braunen jungs von "feuernacht" oder
> "odins gefolge" usw....
> ich persönlich find's schade, dass die veranstalter so gar nicht auf
> kritik eingegangen sind und sich selbst die chance genommen haben, braune
> töne auszuschliessen!
> ich denke, wenn sie unsere langen beiträge zu reichenthal durchlesen,
> werden sie sehen, dass da gute recherche dahintersteht. würde mich
> interessieren, wie sie das festival bzw. diese gruppen danach beurteilen!
>
> was ihre bemerkung zu discos und dem dort bzw. rundum stattfindenden
> nationalismus betrifft, so muss ich ihnen rechtgeben.
>
> danke jedenfalls für ihre kritischen bemerkungen!
>
> karl öllinger
sehr geehrter herr öllinger!
ich bedanke mich für ihre prompte antwort, muss ihnen trotzdem noch ein weiteres statement meinerseits unterbreiten.
erstmal möchte ich klar stellen, das rechtes gedankengut für mich ein absolutes no-go ist und ich seit der formung meiner existenz für eine tolerante welt ohne scheuklappen kämpfe.
ich verstehe auch wirklich ihre bedenken, und auch ihre recherchen lassen teilweise annehmen das hier der eine oder andere wohl ein ewiggestriger sein muss.
aber solche geschichten kennen wir doch schon gut genug, ich erinnere nur an die über die jahre weltberühmt gewordenen SLAYER, deren anfangsbuchstabe in ihrem logodesign auch von der SS geklaut wurde, und deren berühmtester song "angel of death" mit dem satz "auschwitz - the meaning of pain, the way that i want you to die" begann. die band wurde damals als das werk des teufels abgetan und sollte überall wo nur möglich verboten werden.
niemand machte sich aber die mühe den text zu ende zu lesen und sich gedanken darüber zu machen, obwohl sich die band über jahre hinweg von national(sozial)istischem gedankengut distanziert hat (und der song in wahrheit als hasstirade an dr. mengele gedacht ist dem der tot in seiner eigenen vernichtungsmaschinerie gewünscht wird).
und ich will hier wirklich nichts verharmlosen, aber mein problem an der geschichte ist folgendes:
ich habe das gefühl das im zuge des scheinbar aufstrebenden nationalismus leider auch die seite "stoppt die rechten" - so wie alle antifaschistischen organisation schön langsam beginnen populistisch zu agieren und informationen zu ihren zwecken zurechtzurücken. das linzer label "ccp-records" zb. wird hier in die nähe rechtsradikalen gedankenguts gebracht, obwohl auf ihrer startseite ein banner mit der aufschrift "metal gegen rechte gewalt (siehe screenshot)" angebracht ist.
ich habe am vormittag mit mehreren mir bekannten szenevertretern gesprochen die alle zugestehen dass es öfter probleme mit neonazis gibt, auch deshalb weil sich die szene leider zu wenig davon distanziert. nichtsdestotrotz hatten einige von ihnen vor das festival zu besuchen (und sie wären nicht meine freunde würden sie nicht eine "linke" grundeinstellung mit sich bringen).
das größte problem hierbei ist meiner meinung nach nämlich, dass hierbei auch normale menschen sich mit in den schmutz gezogen fühlen, und das schadet im endeffekt auch der antifaschistoiden bewegung. während es bei einer seite wie donau-alpen-info ja klar ist welche ziele sie verfolgt, kann genau dies bei einem derartigen festival hingegen nicht klar definiert werden.
zu guter letzt fällt mir nur noch folgender (leicht sarkastischer) vergleich ein:
was würden sie sagen, würde jemand verlangen den nationalrat zu verbieten weil er mit jeder wahl mehr zum tummelplatz von nationalisten wird?
liebe grüße
lieber herr wintersberger,
wenn der effekt unserer und der öffentlichen debatte der wäre, dass es in der szene mehr sensibilität gibt, dann wäre das schon ein gewaltiger erfolg!
was mir bei den NL-leuten aufgefallen ist: sie haben die kritik bzw. vorschläge, sich von rechtsextremismus zu distanzieren und nazis rauszuhauen, richig niedergeschnauzt. für mich war das gute zeichen dabei, einige poster passen auf, die veranstalter offensichtlich nicht. ganz im gegenteil!
insofern ist der ausschluss von 3 gruppen durch die behörden vermutlich gar keine so schlechte entscheidung. ein warnschuss für die veranstalter: besser aufpassen! so wie sich die aber verhalten haben, fürchte ich, dass sie wenig lernfähig sind.
was das publikum, aber auch das genre black metal selbst betrifft, geb ich ihnen recht - da muss man sehr genau aufpassen und differenzieren. ich denke, wir haben das versucht, aber ich kann nicht garantieren, dass das alle so machen.
slayer und kiss: an die slayer-geschichte haben sie mich dankenswerterweise wieder erinnert! ich halte beide trotzdem für eine andere sache: da gehts um provokation bzw. missverständnisse und eine manchmal aufgeregte debatte dazu.
im black metal gehts natürlich auch um provokation, das ausloten von grenzen, um tabus. gar nicht einfach, damit richtig umzugehen!
bei einigen gruppen wie kroda gehts aber um was anderes:wenig, aber doch eindeutiges immusikalischen bereich, einschlägiges im drumherum (interviews usw.)
bei slayer und kiss gab's das nicht. es wäre doch niemandem von denen eingefallen, primitiv antisemitische sprüche abzusondern. das wäre ziemlich sicher auch in den usa das ende jeder musik-karriere (nicht nur im rockbusiness)
hmm, und dann noch eine anmerkung zum parlamentsvergleich: nicht schlecht, aber nicht ganz zutreffend!
a) im parlament passen die auf
b) sie sind -halleluja - (noch) keine mehrheit
c) sie stellen nicht die veranstalter (regierung,präsidentIn),sondern nur einen stellvertreter mit dem graf und das war eh aufregend genug.
das wirkliche problem wäre dann vermutlich, dass so typen wie sie und ich dann verboten wären!
war jedenfalls interessant, mit ihnen zu diskutieren -danke!
liebe grüsse!
karl öllinger
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- Ravenpride
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- Aldarion
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- Registriert: 18 Jul 2010, 20:31
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Klingt enleuchtend, scheinbar waren sie sichtlich um Differenzierung bemüht - trotzdem wären jetzt, nachdem die 3 rechten Bands weg sind, Demos gegen das Festival unangebracht. Die Veranstalter waren scheinbar nicht dialogbereit bzw. offen für Kritik - da würde mich ein Statement selbiger interessieren.
- Aamon
- Beiträge: 20091
- Registriert: 25 Apr 2006, 21:20
- Wohnort: Wien
- Kontaktdaten:
diese Öllinger-Antwort sagt gar nichts. Sie ist einfach klassisch. Genau so schreibt man dann sowas zurück...
Am besten ist es, gar nicht darauf zu reagieren oder sich wirklich zusammensetzen in einen Dialog, weil man sich, wie ich schon mehrmals erwähnt habe, noch immer nicht auf die moralischen Antworten geeinigt hat. Solange Doppelmoral mitschwingt, ist nichts gelöst. Man darf sich von diesen Gruppierungen auch nicht auf den Kopf scheißen und drohen lassen....
Diese Bands haben textlich wohl alle einen an der Waffel und spielen allesamt mit Symbolen und Provokation, aber ab wann eine Band wirklich im Zuge des Gesetzes strafrechtlich nicht erlaubt sein soll, ist nicht so einfach und man muss auch die Band an sich betrachten und Aussagen einzelner Musiker und diese Unterscheidung ist ganz schwer und hier gibt's philosophisch durchaus verschiedene Haltungen...
Wenn aber aus ideologischen Gründen von den üblichen Verdächtigen (beider radikalen Ecken) Verbotsforderungen kommen, muss man aufpassen...
Übrigens, Ideologisch nicht einwandfreies finde ich bei jeder zweiten Metalband, jedenfalls, was, wo ich die wildesten Dinge reininterpretieren könnte....
wie gesagt, das ist nur meine ansicht darüber, ich bin weder links, noch rechts, mag weder Pagantexte, noch stehe ich hinter der Ideologie der Antifa
Am besten ist es, gar nicht darauf zu reagieren oder sich wirklich zusammensetzen in einen Dialog, weil man sich, wie ich schon mehrmals erwähnt habe, noch immer nicht auf die moralischen Antworten geeinigt hat. Solange Doppelmoral mitschwingt, ist nichts gelöst. Man darf sich von diesen Gruppierungen auch nicht auf den Kopf scheißen und drohen lassen....
Diese Bands haben textlich wohl alle einen an der Waffel und spielen allesamt mit Symbolen und Provokation, aber ab wann eine Band wirklich im Zuge des Gesetzes strafrechtlich nicht erlaubt sein soll, ist nicht so einfach und man muss auch die Band an sich betrachten und Aussagen einzelner Musiker und diese Unterscheidung ist ganz schwer und hier gibt's philosophisch durchaus verschiedene Haltungen...
Wenn aber aus ideologischen Gründen von den üblichen Verdächtigen (beider radikalen Ecken) Verbotsforderungen kommen, muss man aufpassen...
Übrigens, Ideologisch nicht einwandfreies finde ich bei jeder zweiten Metalband, jedenfalls, was, wo ich die wildesten Dinge reininterpretieren könnte....
wie gesagt, das ist nur meine ansicht darüber, ich bin weder links, noch rechts, mag weder Pagantexte, noch stehe ich hinter der Ideologie der Antifa
-
666Elch
- Beiträge: 543
- Registriert: 21 Feb 2009, 14:48
Interessant ist, dass alle Bands von den zuständigen Behörden (Polizei, Verfassungsschutz...) geprüft werden mußten und allesamt als unbedenklich und gesetzeskonform eingestuft wurden, auch die beiden, die jetzt nicht spielen. Das heißt, alle ursprünglich geplanten Bands dürften von Rechts wegen auftreten, was aber niemanden zu interessieren scheint?
Diese Info habe ich von den Veranstaltern erhalten.
Diese Info habe ich von den Veranstaltern erhalten.
- Helge-Uwe
- Beiträge: 4947
- Registriert: 24 Sep 2009, 09:18
ich will wirklich ein offizielles statement von den veranstaltern. wenn ich nichts zu befürchten habe bzw treffend argumentieren kann, brauch ich nämlich auch keine konfrontation zu scheuen. deren meinung muss natürlich trotzdem eingeholt werden, was der herr öllinger sagt muss ja nicht allgemeingültig sein.
wundert mich eigentlich eh, dass das mit solchen rechts-gschichteln eigentlich meistens so abgeht, dass im vorfeld einfach nicht genügend kommuniziert wurde von einer oder gar von beiden seiten - war ja auch ähnlich letztens mit Watain in der schweiz.
wundert mich eigentlich eh, dass das mit solchen rechts-gschichteln eigentlich meistens so abgeht, dass im vorfeld einfach nicht genügend kommuniziert wurde von einer oder gar von beiden seiten - war ja auch ähnlich letztens mit Watain in der schweiz.
We have to remember that what we observe is not nature herself, but nature exposed to our method of questioning.
-
shredder666
- Beiträge: 2754
- Registriert: 03 Okt 2009, 12:01
so wie ich das mitbekommen habe, war das problem ja eher, dass die antifa eine demo abgehalten hätte, wenn die bedenklichen bands spielen und die polizei dann sicherheitstechnische bedenken hat. klar wollen die nicht, dass es im tiefsten mühlviertel kracht und sie ausrücken müssen.
wie gesagt, das ist jetzt nur, was ich selber aus den öffentlichen informationen raus gelesen habe.
wie gesagt, das ist jetzt nur, was ich selber aus den öffentlichen informationen raus gelesen habe.
CONSPIRACY - Death/Thrash-Metal
http://conspiracyaustria.bandcamp.com
http://conspiracyaustria.bandcamp.com
- Erik Blutaxt
- Beiträge: 13137
- Registriert: 13 Jul 2006, 12:24
- Wohnort: Braunau am Inn / Wien XV
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hm, alle bands sind also vom verfassungsschutz - und das scheint mir in dem zusammenhang die einzig damit zu beauftragende behörde zu sein, nicht irgendwelche parteien und interessensvertretungen (ögb... ich mein, gehts noch??) - als unbedenklich eingestuft worden. trotzdem spielen jetzt 2 offiziell unbedenkliche bands nicht (soweit ich weiß kroda und saltus. die dritte band ist ja meines wissens nach schon früher und aus bandinternen gründen weggefallen; sorry, falls dieser mein wissensstand fehlerbehaftet ist).
das zeigt eigentlich schon auf, dass hier schwer was im argen liegt meiner bescheidenen meinung nach. das kommt nämlich - wenn es auch ein symbolträchtiger schritt sein mag (meiner ansicht nach ein zweifelhafter) - einer indirekten (symbolischen) missachtung einer behördlichen einstufung gleich.
es wäre also vielleicht interessanter gewesen, die band vor ort bei ihren liveagenden in augenschein zu nehmen und sich mit ihr zu unterhalten. davon würde ich mir rein hausverstandsmäßig ein zweckführenderes ergebnis erwarten, als die band schlicht aus österreich fernzuhalten... aber wie heißt es in diesem dorferfilm ("freispiel") schon so schön im lied im bierzelt: "und wonn ana ned vo do is [sondern aus der ukraine oder italien, anm. e.b.], donn schaun ma, dass er do a ned long froh is..." (oder so ähnlich bzw. sinngemäß).
interessantes im zusammenhang mit künstlerischer freiheit hat sich bei mir auch am montag in münchen ergeben. ein gewisser herr roger waters (ehem. pink floyd member) brachte bei seiner show (der ich beiwohnen durfte) in der münchner olympiahalle bei song 2 einen teil der bühnenrequisitenmauer mit einem deutschen luftwaffen-stuka zum einsturz, enterte beim nächsten song die bühne im der waffen-ss nachempfundenen schwarzem mantel mit roter schleife, feuerte während des konzerts mit einer der deutschen mp40 nachempfundenen maschinengewehrattrappe ins publikum, zeigte adolf h. in großbild auf der "mauer" und manches mehr. jetzt kann ich auf der einen seite auch hergehen und von vornherein sagen, der herr waters ist auf seine alten tage noch so richtig zum nazi geworden. andererseits könnte ich mich auch mit der dahinterliegenden symbolik und gesamtkonzeption der show und des zugrundeliegenden albums beschäftigen. bequemer ist sicherlich ersteres.
und völlig klar ist natürlich auch, wenn derlei bühnensprache von einer bm-band verwendet werden würde (bzw. überhaupt finanziell betrachtet: verwendet werden könnte), dass hier mit 99,9%iger sicherheit keine überlegungen angestellt werden würden, welche aussagen dahinter stehen könnten und die band sofort mittels generalpauschalierungsurteilen auf gedeih und verderb für alle zeit in das nazieck gestellt werden würde, so meine mutmaßung. aber man kann sich auch irren...
ich freu mich auf jeden fall auf ein geiles festival, denn genau das war es die letzten beiden male. prost
das zeigt eigentlich schon auf, dass hier schwer was im argen liegt meiner bescheidenen meinung nach. das kommt nämlich - wenn es auch ein symbolträchtiger schritt sein mag (meiner ansicht nach ein zweifelhafter) - einer indirekten (symbolischen) missachtung einer behördlichen einstufung gleich.
es wäre also vielleicht interessanter gewesen, die band vor ort bei ihren liveagenden in augenschein zu nehmen und sich mit ihr zu unterhalten. davon würde ich mir rein hausverstandsmäßig ein zweckführenderes ergebnis erwarten, als die band schlicht aus österreich fernzuhalten... aber wie heißt es in diesem dorferfilm ("freispiel") schon so schön im lied im bierzelt: "und wonn ana ned vo do is [sondern aus der ukraine oder italien, anm. e.b.], donn schaun ma, dass er do a ned long froh is..." (oder so ähnlich bzw. sinngemäß).
interessantes im zusammenhang mit künstlerischer freiheit hat sich bei mir auch am montag in münchen ergeben. ein gewisser herr roger waters (ehem. pink floyd member) brachte bei seiner show (der ich beiwohnen durfte) in der münchner olympiahalle bei song 2 einen teil der bühnenrequisitenmauer mit einem deutschen luftwaffen-stuka zum einsturz, enterte beim nächsten song die bühne im der waffen-ss nachempfundenen schwarzem mantel mit roter schleife, feuerte während des konzerts mit einer der deutschen mp40 nachempfundenen maschinengewehrattrappe ins publikum, zeigte adolf h. in großbild auf der "mauer" und manches mehr. jetzt kann ich auf der einen seite auch hergehen und von vornherein sagen, der herr waters ist auf seine alten tage noch so richtig zum nazi geworden. andererseits könnte ich mich auch mit der dahinterliegenden symbolik und gesamtkonzeption der show und des zugrundeliegenden albums beschäftigen. bequemer ist sicherlich ersteres.
und völlig klar ist natürlich auch, wenn derlei bühnensprache von einer bm-band verwendet werden würde (bzw. überhaupt finanziell betrachtet: verwendet werden könnte), dass hier mit 99,9%iger sicherheit keine überlegungen angestellt werden würden, welche aussagen dahinter stehen könnten und die band sofort mittels generalpauschalierungsurteilen auf gedeih und verderb für alle zeit in das nazieck gestellt werden würde, so meine mutmaßung. aber man kann sich auch irren...
ich freu mich auf jeden fall auf ein geiles festival, denn genau das war es die letzten beiden male. prost
