Wir treten auf, solange Flüchtlinge auf der Straße stehen! 2
- Nukkumatti
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[imgqu5]http://www.fraubock.at/bak2006/grafik001/plakat001.jpg[/imgqu5]
http://www.bockaufkultur.at
http://www.fraubock.at
Begrüßungsworte: Wolfgang Muthspiel:
der künstler ist immer ausländer, auch im inland.
jazzmusik war und ist ein ständiger austausch verschiedener kulturen.
love thy neighbour as thyself.
viel spaß
wolfgang muthspiel
Wir treten auf, …
Die Benefizveranstaltungen \"Bock auf Kultur\", \"Bock auf Bier\" oder \"Bock Ma\'s\" leisten einen wertvollen finanziellen Beitrag zur Weiterführung unserer Arbeit.
Wir verstehen die zahlreichen Benefizevents als Mittel, die Öffentlichkeit für die schwierige Situation von Flüchtlingen zu sensibilisieren.
Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt der Veranstaltungen im Bereich Jazz und elektronischer Musik.
Zahlreiche MusikerInnen wie Marianne Mendt, Wolfgang Schlögl, Max Nagl oder Fatima Spar und die freedom fries treten in der Öffentlichkeit für die gute Sache auf.
… solange Flüchtlinge auf der Straße stehen.
Die Situation vieler Flüchtlinge in Österreich muss nach wie vor als prekär bezeichnet werden. So wird die Schubhaft mehr und mehr zu einem Instrument behördlicher Zermürbungstaktik. Im Bereich der Versorgung brachte die Einführung der \"Grundversorgung\" einen gewissen Fortschritt, doch da sich die Bundesländer und das Innenministerium bislang nicht auf einheitliche Standards zur Versorgung aller Asylsuchenden einigen konnten, sind immer noch zahlreiche Menschen ohne Unterkunft, ohne Krankenversicherung und ohne jegliche Form finanzieller Unterstützung. Mit den Folgen dieser Politik sehen wir uns täglich in Form von dramatischen Einzelschicksalen konfrontiert.
Die Aufnahmebedingungen, die Flüchtlinge in Österreich vorfinden, haben sich in jüngster Zeit zunehmend verschlechtert. Das betrifft vor allem die rechtlichen Rahmenbedingungen. Mit dem 1. 1. 2006 ist das so genannte \"Fremdenrechtspaket\" in Kraft getreten. Zu den Änderungen gehören Verschärfungen der Schubhaftbedingungen, Erschwernisse für traumatisierte Flüchtlinge und Schikanen für bikulturelle Paare, bei denen eine Partnerin oder ein Partner aus einem Nicht-EU-Land kommt. Damit fügt sich das Fremdenrechtspaket nahtlos in eine Reihe von Gesetzesnovellierungen ein, die in den letzten Jahren zu dramatischen Verschärfungen im Asyl- und Fremdenrecht geführt haben.
Mit solchen Gesetzen wird Flüchtlingen nun signalisiert: Ihr seid in diesem Land unerwünscht. Besonders deutlich wird dies bei der Handhabung der Schubhaft. In Österreich - übrigens gegen die Gepflogenheiten in anderen EU-Ländern - ähnelt die Schubhaft mehr einer Strafhaft, obwohl das einzige \"Vergehen\" von Flüchtlingen in Schubhaft darin besteht, um Asyl angesucht zu haben. Die neuen Bestimmungen haben die Bedingungen noch erheblich verschlechtert: Asylsuchende können nunmehr bis zu 10 Monate in Haft genommen werden. Hier ist der Gesetzgeber gefordert, das bestehende Asylrecht wieder menschlicher zu gestalten und die eigentliche Intention der völkerrechtlichen Institution Asyl nicht zu vergessen: Menschen in Not zu schützen.
Bock auf viel Jazz & Co.
Es ist ein historisches Faktum, dass sich die gegenwärtige europäische Jazzszene seit den 50er Jahren so vielfältig entwickeln konnte, weil hier, im Gegensatz zu seinem Herkunftsland, US-amerikanische MusikerInnen mit viel mehr Toleranz rechnen konnten als zu Hause. Die legendären Jazzhauptstädte Kopenhagen, Paris, Berlin wurden zu Sprungbrettern in Richtung des nur scheinbar alten Kontinents, die immigrierenden RepräsentantInnen ihres Genres nicht nur selbst zu Stars in ihrer neuen Heimat, sondern auch Wegbereiter für das, was wir heute als den europäischen Jazz bezeichnen. Seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert zählt auch Wien zu den ganz wichtigen Metropolen in Sachen Jazz, gerade auch, weil er sich mit den hier heimischen Musikstilen, die als Erbe der Monarchie ohnehin schon multikulturell geprägt sind, sehr kreativ verbinden konnte. Wir nennen das World Music und der Vergleich mit anderen Großstädten kann uns sicher machen: Kaum eine andere Metropole verfügt über so viele und verschiedenartige MusikerInnen und deren Projekte, kaum eine andere Metropole verfügt über so viele ambitionierte Veranstalter und Veranstaltungslokale, aber auch kaum über ein so begeisterungsfähiges Publikum. Umso mehr soll es Freude bereiten, dass dieser Herbstzyklus von Benefizkonzerten in ganz Wien so sehr im Zeichen des Jazz steht, gleichermaßen als Garant für beste und anspruchsvolle Unterhaltung wie auch als Spiegel für die engagierte Arbeit der Flüchtlingshelferin Ute Bock. Denn Jazz ist ein internationales Phänomen - wir alle sind öfter Ausländer, als wir denken, damit aber auch oft Botschafter unserer Identität. Unsere MusikerkollegInnen sind demnach auch Botschafter ihrer Ideen, die uns, die wir Wiener sind oder einfach hier wohnen, mit ihren Projekten einen Schritt näher zu dem mit Sicherheit Gewinn bringenden Abenteuer Weltoffenheit, Neugier auf Unbekanntes und Toleranz bringen. (Wolfgang Rauscher, jazzzeit)
http://www.bockaufkultur.at
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Begrüßungsworte: Wolfgang Muthspiel:
der künstler ist immer ausländer, auch im inland.
jazzmusik war und ist ein ständiger austausch verschiedener kulturen.
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viel spaß
wolfgang muthspiel
Wir treten auf, …
Die Benefizveranstaltungen \"Bock auf Kultur\", \"Bock auf Bier\" oder \"Bock Ma\'s\" leisten einen wertvollen finanziellen Beitrag zur Weiterführung unserer Arbeit.
Wir verstehen die zahlreichen Benefizevents als Mittel, die Öffentlichkeit für die schwierige Situation von Flüchtlingen zu sensibilisieren.
Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt der Veranstaltungen im Bereich Jazz und elektronischer Musik.
Zahlreiche MusikerInnen wie Marianne Mendt, Wolfgang Schlögl, Max Nagl oder Fatima Spar und die freedom fries treten in der Öffentlichkeit für die gute Sache auf.
… solange Flüchtlinge auf der Straße stehen.
Die Situation vieler Flüchtlinge in Österreich muss nach wie vor als prekär bezeichnet werden. So wird die Schubhaft mehr und mehr zu einem Instrument behördlicher Zermürbungstaktik. Im Bereich der Versorgung brachte die Einführung der \"Grundversorgung\" einen gewissen Fortschritt, doch da sich die Bundesländer und das Innenministerium bislang nicht auf einheitliche Standards zur Versorgung aller Asylsuchenden einigen konnten, sind immer noch zahlreiche Menschen ohne Unterkunft, ohne Krankenversicherung und ohne jegliche Form finanzieller Unterstützung. Mit den Folgen dieser Politik sehen wir uns täglich in Form von dramatischen Einzelschicksalen konfrontiert.
Die Aufnahmebedingungen, die Flüchtlinge in Österreich vorfinden, haben sich in jüngster Zeit zunehmend verschlechtert. Das betrifft vor allem die rechtlichen Rahmenbedingungen. Mit dem 1. 1. 2006 ist das so genannte \"Fremdenrechtspaket\" in Kraft getreten. Zu den Änderungen gehören Verschärfungen der Schubhaftbedingungen, Erschwernisse für traumatisierte Flüchtlinge und Schikanen für bikulturelle Paare, bei denen eine Partnerin oder ein Partner aus einem Nicht-EU-Land kommt. Damit fügt sich das Fremdenrechtspaket nahtlos in eine Reihe von Gesetzesnovellierungen ein, die in den letzten Jahren zu dramatischen Verschärfungen im Asyl- und Fremdenrecht geführt haben.
Mit solchen Gesetzen wird Flüchtlingen nun signalisiert: Ihr seid in diesem Land unerwünscht. Besonders deutlich wird dies bei der Handhabung der Schubhaft. In Österreich - übrigens gegen die Gepflogenheiten in anderen EU-Ländern - ähnelt die Schubhaft mehr einer Strafhaft, obwohl das einzige \"Vergehen\" von Flüchtlingen in Schubhaft darin besteht, um Asyl angesucht zu haben. Die neuen Bestimmungen haben die Bedingungen noch erheblich verschlechtert: Asylsuchende können nunmehr bis zu 10 Monate in Haft genommen werden. Hier ist der Gesetzgeber gefordert, das bestehende Asylrecht wieder menschlicher zu gestalten und die eigentliche Intention der völkerrechtlichen Institution Asyl nicht zu vergessen: Menschen in Not zu schützen.
Bock auf viel Jazz & Co.
Es ist ein historisches Faktum, dass sich die gegenwärtige europäische Jazzszene seit den 50er Jahren so vielfältig entwickeln konnte, weil hier, im Gegensatz zu seinem Herkunftsland, US-amerikanische MusikerInnen mit viel mehr Toleranz rechnen konnten als zu Hause. Die legendären Jazzhauptstädte Kopenhagen, Paris, Berlin wurden zu Sprungbrettern in Richtung des nur scheinbar alten Kontinents, die immigrierenden RepräsentantInnen ihres Genres nicht nur selbst zu Stars in ihrer neuen Heimat, sondern auch Wegbereiter für das, was wir heute als den europäischen Jazz bezeichnen. Seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert zählt auch Wien zu den ganz wichtigen Metropolen in Sachen Jazz, gerade auch, weil er sich mit den hier heimischen Musikstilen, die als Erbe der Monarchie ohnehin schon multikulturell geprägt sind, sehr kreativ verbinden konnte. Wir nennen das World Music und der Vergleich mit anderen Großstädten kann uns sicher machen: Kaum eine andere Metropole verfügt über so viele und verschiedenartige MusikerInnen und deren Projekte, kaum eine andere Metropole verfügt über so viele ambitionierte Veranstalter und Veranstaltungslokale, aber auch kaum über ein so begeisterungsfähiges Publikum. Umso mehr soll es Freude bereiten, dass dieser Herbstzyklus von Benefizkonzerten in ganz Wien so sehr im Zeichen des Jazz steht, gleichermaßen als Garant für beste und anspruchsvolle Unterhaltung wie auch als Spiegel für die engagierte Arbeit der Flüchtlingshelferin Ute Bock. Denn Jazz ist ein internationales Phänomen - wir alle sind öfter Ausländer, als wir denken, damit aber auch oft Botschafter unserer Identität. Unsere MusikerkollegInnen sind demnach auch Botschafter ihrer Ideen, die uns, die wir Wiener sind oder einfach hier wohnen, mit ihren Projekten einen Schritt näher zu dem mit Sicherheit Gewinn bringenden Abenteuer Weltoffenheit, Neugier auf Unbekanntes und Toleranz bringen. (Wolfgang Rauscher, jazzzeit)
- mauergecko
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- Nukkumatti
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[quoteab4]
[iab4]Original von biergerry:[/iab4]
ja, du hast recht, wichtig ist es auf jeden fall.
ich befürchte ohnehin dass es nur wenigen leuten hier im forum geschmacklich treffen wird, aber vielleicht findet sich ja doch wer.
ich kann jedenfalls auch mit der muke was anfangenm
:p
[/quoteab4]
bin dabei...
wann isn das?
[iab4]Original von biergerry:[/iab4]
ja, du hast recht, wichtig ist es auf jeden fall.
ich befürchte ohnehin dass es nur wenigen leuten hier im forum geschmacklich treffen wird, aber vielleicht findet sich ja doch wer.
ich kann jedenfalls auch mit der muke was anfangenm
:p
[/quoteab4]
bin dabei...
wann isn das?
- Nukkumatti
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ich möcht auf jeden fall zu diesen 2 veranstaltungen:
http://www.fraubock.at/bak2006/programm.html#20061111a
http://www.fraubock.at/bak2006/programm.html#20061123a
http://www.fraubock.at/bak2006/programm.html#20061111a
http://www.fraubock.at/bak2006/programm.html#20061123a
- Erik Blutaxt
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