9.6. - Rock Workshop zum Thema Rockmusik und Religion

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shredder666
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9.6. - Rock Workshop zum Thema Rockmusik und Religion

Beitrag von shredder666 »

Am Samstag, 9.6. im Kulturhaus Raml Wirt in Neumarkt im Mühlkreis (OÖ)

Auch wenn sich keiner der hier anwesenden Stammposter dort hin verirren wird, möchte ich das trotzdem posten. Vor ca. 10 Jahren hat es schon eine Reihe von sogenannten Rock-Workshops (damals zu einzelnen Bands wie Zeppelin, Sabbath, Floyd, Queen, usw.) gegeben unter der Leitung meines musikalischen Ziehvaters und guten Freunds Peter D. Damals waren das gemütliche Abende zu einzelnen Bands, sprich es wurde erzählt, Musik gehört und nachher noch weiter diskutiert und getrunken. Diese schöne Tradition wollte ich nicht komplett aufgeben, daher gibt's am 9.6. eine Wiederauferstehung des Rock-Workshops. Da Peter D. dies nicht mehr alleine machen wollte, wird meine Wehnigkeit 50% des Abends bestreiten. Das Thema ist weit gefasst: Rock und Religion, da gibt's ja ausreichend Berührungspunkte. Wir bemühen uns aber, das kurzweilig zu halten.
Jedenfalls freu ich mich irrsinnig drauf. Die damaligen Rock-Workshops waren Kult für mich und jetzt bin ich mit dabei.

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Helge-Uwe
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Beitrag von Helge-Uwe »

shredder666 hat geschrieben:und getrunken. Diese schöne Tradition wollte ich nicht komplett aufgeben
das kann ich mir vorstellen ;)
irgendwie hab ich grad ein sehr erheiterndes bild vom gesprächsniveau zu späterer stunde vor augen :mrgreen:
We have to remember that what we observe is not nature herself, but nature exposed to our method of questioning.
shredder666
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Beitrag von shredder666 »

komm einfach! ah, geht ja ned, weil du beim nova rock bist.
tja, jeder rockt auf seine weise... ;)
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Aamon
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Beitrag von Aamon »

Grundsätzlich aber Workshop, feine Sache, sicher viel Spaß und auch interessant...

Ist das ein religionskritischer Workshop? Der sich mit der Unart beschäftigt, Religion über Musik als Gehirnwäsche und Infiltrierung zu missbrauchen?
shredder666
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Beitrag von shredder666 »

Aamon hat geschrieben: Ist das ein religionskritischer Workshop? Der sich mit der Unart beschäftigt, Religion über Musik als Gehirnwäsche und Infiltrierung zu missbrauchen?
naja, allzu viel hab ich noch nicht vorbereitet, d.h. da kann alles drinnen sein. wir haben uns eher gedacht, dass wir das thema religion als roten faden durch die musikgeschichte sehen. also der frage nachgehen, warum sich musiker mit themen wie gott, satan etc. in ihrem werk auseinandersetzen und wie die themen zusammen passen. oder auch, warum so viel an christlicher ästhetik in diversen cover-artworks enthalten ist.
religionskritisch bin ich selber nactürlich, aber das ist eigentlich nicht das thema, über religionen zu urteilen.

von den bands her wirds stilistisch sicher breit gefächert: Led Zeppelin, Black Sabbath, Mercyful Fate, Candlemass, Slayer, Deicide, Darkthrone uvm.
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Erik Blutaxt
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Beitrag von Erik Blutaxt »

ich dachte rock IST religion denk6 denk1 ;)

shredder666 hat geschrieben:aber das ist eigentlich nicht das thema, über religionen zu urteilen.
ja, und das find ich auch unumgänglich, sich so einem thema vorurteilsfrei anzunehmen, sonst ist der erkenntnisgehalt, den der einzelne für sich davon mitnehmen kann gleich null

prinzipiell aber eine kuhle sache smilie_op_010
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Aamon
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Beitrag von Aamon »

Erik Blutaxt hat geschrieben:ich dachte rock IST religion denk6 denk1 ;)

shredder666 hat geschrieben:aber das ist eigentlich nicht das thema, über religionen zu urteilen.
ja, und das find ich auch unumgänglich, sich so einem thema vorurteilsfrei anzunehmen, sonst ist der erkenntnisgehalt, den der einzelne für sich davon mitnehmen kann gleich null

prinzipiell aber eine kuhle sache smilie_op_010

Religion:
Religiöse Weltanschauungen und Sinngebungssysteme stehen oft in langen Traditionen und beziehen sich zumeist auf übernatürliche Vorstellungen. So gehen viele, aber nicht alle Religionen von der Existenz eines oder mehrerer persönlicher oder unpersönlicher über-weltlicher Wesen (z. B. einer oder mehrerer Gottheiten oder von Geistern) oder Prinzipien (z. B. Dao, Dhamma) aus und machen Aussagen über die Herkunft und Zukunft des Menschen, etwa über das Nirvana oder Jenseits. Sehr viele Religionen weisen gemeinsame Elemente auf, wie die Kommunikation mit transzendenten Wesen im Rahmen von Heilslehren, Symbolsystemen, Kulten und Ritualen oder bauen aufeinander auf, wie Judentum und Christentum.
WAS HAT DAS DAMIT ZU TUN, OB ICH BESTIMMTE TONFOLGEN LIEBE? UND: MUSIK IST NICHTS ÜBERNATÜRLICHES, DESHALB KANNS AUCH KEINE RELIGION SEIN. WENN ICH A-MOLL auf der Gitarre spiele, bedeutet das nicht, dass es um irgendwelche Wahnvorstellungen geht

was hat Musik mit der Wahnvorstellung zu tun, man kenne ein Wesen, welches das gigantische Universum erschaffen hat, welches so groß ist und so viele Facetten hat, dass wir eine solche Aussage unmöglich machen können

(außer Leute, die ihr Egoratten-Verhalten damit begründen wollen, so so so so sehr wichtig zu sein, dass man meint, man werde von diesem Universumwesen sogar kontrolliert und beschützt, weil man ein gar so wichtiger bedeutender Vertreter der Trockennasenaffen ist, die zufällig in der Evolution eben jetzt gerade zufällig hier steht und mit bestimmten Merkmalen ausgestattet ist, sich solch Ego-Unsinn überhaupt auszudenken?),

nehmen wir unsere beschränkten Sinneswahrnehmungen und unser State Of The Art-Wissen zur Kenntnis und weiters, dass es nicht den leisesten Hauch eines Hinweises gibt, dass es solch einen Schöpfer überhaupt gibt, eher spräche nach unserem jetzigen Kenntnisstand alles, absolut alles dagegen?

Wir könnten dann auch machen:

Thema:

Friseurinnen und Religion
Smartphones und Religion
Finger und Religion
Canon Cameras und Religion
Brillenputztücher und Religion


wir sollten gar nicht so weit gehen und hier einen Zusammenhang überhaupt in Betracht zu ziehen, vor allem, wenn man weiß, dass der Mensch zu Zusammenhänge-Gläubigkeit neigt, wo gar keine existiert, nur dass er, koste es was es wolle, Ordnung reinbringt in eine Welt, die sehr zufällig und sinnfrei ist, wenn man die modernen Erkenntnisse der Evolution usw. hernimmt...

Ich schreibe das, weil ich ständig verärgert bin, dass Religion Musik vereinnahmt und missbraucht
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Erik Blutaxt
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Beitrag von Erik Blutaxt »

ja, eben. mit so einer voreingenommenen herangehensweise braucht man den workshop auch gar nicht starten. eh wie ich geschrieben habe. bringt dann niemand was, wenn sich voreingenommene hetzer und antireligionspopulisten gegen religionen am stammtisch versammeln und gemeinsam schimpfen (wobei das natürlich durchaus der fall werden kann, keine ahnung wie das dort so abläuft). erkenntnisgehalt des workshops ist halt dann gleich null, sondern nur eine darlegung von irgendwelchen (streit-)argumenten und gegenseitige schulterklopfbestätigungen...

ich weiß auch gar nicht, was genau dein post mit dem workshopthema zu tun hat. es geht meiner ansicht nach eher darum, wo die beiden phänomene "rockmusik" und "religion" berührungspunkte haben, evtl. wechselseitigen einfluss nehmen, einander mancherorts inspiration geben, auch gründe und ursachen kann man erörtern, usw.. das für und wieder solcher auftretenden berührungspunkte kann man natürlich am schluss noch in einer SACHLICHEN emotionsfreien diskussionsrunde thematisieren. interessanter als hier großartig herumzumoralisieren, wie schlecht nicht religionen sind, finde ich die fragen "was ist überhaupt da/vorhanden/status quo?", "durch welche mechanismen, motive und menschlichen bedürfnisse entstehen solche anknüpfungspunkte und wechselseitigen inspirationen überhaupt?", "welche vielfältigen ausprägungen entstehen durch die wechselseitigen einflüsse, z.b. im artwork, in der rhythmik, im tonalen usw.", auch geschichtliche aspekte sind sicher spannend. das ist mmn alles spannender, als ob religion gut oder böse ist *gähn*
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Aamon
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Beitrag von Aamon »

ich finds generell eine riesengröße sauerei, dass religion metal überhaupt missbraucht, um fans zu indoktrinieren mit ihren wahnvorstellungen.
der metal sollte sich intellektuell etwas mehr zutrauen. ideologische religions-bands, die mit ihren texten manipulieren und dogmatisieren, haben nichts verloren in der metalszene, gleich wenig wie nazibands... beides für mich ähnlich schlimm... zumindest muss!!! das kritischer betrachtet werden, für das wäre der workshop natürlich gut... es gibt leider auch in vielen anderen bereichen solche probleme mit sekten


gut, dass ich die texte net lese, sonst würd ich eh durchdrehen

Überall auf der Welt muss der Metal gegen religiöse Systeme kämpfen und die MEnschen befreien sich von Religionen. Habe gestern die famose Global Metal-Doku gesehen, die das ja auch zum Thema hatte und deshalb darf der Metal nicht rückschrittlich sein, wenn
in allen anderen kulturellen Bereichen versucht wird, Vernunft, Humanismus, Bildung weiter auszubilden. Der Metal darf nicht rückschrittlich sein
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Erik Blutaxt
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Beitrag von Erik Blutaxt »

:lol: bewirb dich halt als gastvortragender (edit: bzw. nachdem du ja voreingenommen argumentieren willst, muss man sagen "gastprediger" bzw "missionar", da du ja anderen deine meinung aufzwingen willst aetschi ) beim herrn shredder ;)
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Aamon
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Beitrag von Aamon »

stimmt ja nicht...

ich bin ja kein missionar und auch kein prediger... ich predige ja nicht irgendwelche ideologien daher...

Voreingenommen bin ich nur bei Behauptungen, die zu 100% nicht beweisbar sind, weil sie unsere Sinnesmöglichkeiten zu 100% übersteigen und man darüber keine Aussagen treffen kann. Das ist ja das Unverfrorene bei Religionen, diese arschlochmäßige Haltung. Voreingenommen sollte auch jeder sein, wenns um Aussagen über Wesen geht, die unser gigantisch großes Universum (ist dir eigentlich bewußt, wie groß es ist? nicht mal das checkst im Ansatz, keiner kann das) erschaffen haben soll. So viel Dreistigkeit, darüber Aussagen zu treffen, ist wirklich beschämend. smilie_wut_091

ich treffe nur aussagen, die man treffen kann und aufgrund unseres wissens treffen muss. yesss
ich zwinge ja nicht irgendeine meinung auf. es ist ja nicht mal meine meinung, sondern es sind aussagen über fakten
und keine behauptungen über dinge, über die man aufgrund unserer menschlichen sinnesmöglichkeiten gar keine aussagen treffen kann...
z.b. über den schöpfer unseres universums bescheid zu wissen, was gar nicht möglich ist. leute, die die evolutionäre logik bei der entwicklung unseres gehirns abstreiten (es gäbe eine seele, ein übergeordnetes ich und dabei setzen sie noch absurde grenzen: ÄTSCH, gilt nur für uns Menschen, nicht für andere Tiere) was radikaler unsinn ist im wissenschaftlichen Sinne... smilie_sh_067

Ich denke nicht, dass wir Menschen, die für Bildung, Humanismus, Vernunft und Realität eintreten, als Missionar bezeichnen soll. Missionieren verwendet man in einem religiösen Sinne z.b. einer eigenen Wahrheit, eigenen Dogmen usw... Also ist für dich ein Biologielehrer auch ein Missionar. Interessant! da staun ich... Gerade darum geht's ja, dass es nicht um eigene Vorstellungen geht, sondern um die Beschreibung der Realität um uns...
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Das trifft hier nicht zu, weil ich absolut nichts behaupte, was nicht Faktum ist und was alle Humanisten, alle redlichen, die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigten Philosophen und alle Menschen, die Wissenschaft berücksichtigen nicht auch ganz klar sagen yesss
missionieren tun jene, die irgendwas daherbehaupten und diese eigene wahrheit dogmatisch durchboxen wollen... und das tun leider auch viele bands... und das gehört kritisiert. kritik üben, ist nicht missionieren.

Metalfans in aller Welt wünschen sich keine dogmatischen Metalbands, sondern Metalbands, die für Freiheit, Meinungsfreiheit und Humanismus stehen. Alle religiösen Systeme sind gegen derartige Musik. In den meisten muslimischen Ländern sind Metalbands sogar verboten und unsere Kirche würde selbiges tun, wenn sie es politisch durchboxen könnte. Das sollte uns allen bewußt sein!
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minutesseem
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Beitrag von minutesseem »

shredder666 hat geschrieben:Religion
Nicht dieses Wort sagen, wenn der Aamon zuhört!! horns
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sictnt
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Beitrag von sictnt »

Aamon hat geschrieben: Brillenputztücher und Religion
nach langem überlegen habe ich endlich ein thema für meine seminararbeit.
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TheStranger
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Beitrag von TheStranger »

minutesseem hat geschrieben:
shredder666 hat geschrieben:Religion
Nicht dieses Wort sagen, wenn der Aamon zuhört!! horns
Haha daran dachte ich schon beim threadtitel.

@sictnt
Dachte auch schon an mögliche Uniarbeiten, nachdem da Erik auch so schlne Fragestellungen ausformuliert hat.

Mich wundert ja, daß dem Didi so gut Amon Amarth gefällt, nachdem die ja auch so oft von den Göttern singen aetschi
shredder666
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Beitrag von shredder666 »

ja, so eine diskussion war leider zu befürchten, hat aber mit dem thema kaum was zu tun.

@ erik blutaxt: danke für deine ausführungen, du hast verstanden, wie es gemeint war.

@ aamon: bitte schreib deine ansichten zum x-ten mal in deinen religions-thread, hier geht's nur um die ankündigung einer veranstaltung. wenn du so blind bist, dass dir noch nie aufgefallen ist, dass besonders metal sehr viele berührungspunkte zu (christlicher) religion hat, dann ist dir auch nicht zu helfen. mich interessiert halt die frage, warum das so ist. damit will ich keine christlichen weltverbesserer-bands preisen, sondern auch der frage nachgehen, warum z.B. eine band wie Deicide es sich als einzige aufgabe gemacht hat, GEGEN religionen zu wettern...
huch, jetzt hab ich ja doch wieder was geschrieben... egal ;)

[shredder ende]
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