Der Überwachungsstaat beginnt!
- Aamon
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jeden Tag wirds mehr. Neue technische Möglichkeiten und der Mensch macht sich sofort zum überwachten Objekt. Die leichtfertigte Moral-Argumentation, die meist gebracht wird, ist eben die Gefährlichste überhaupt, weil das fertige System sofort für sämtliche vorgegebenen und veränderten aufdoktrinierten Moral-Levels und diesbezügliche Vorschriften anwendbar ist. Das vergessen die Leute leider, wobei außerdem noch in jeder Gesellschaftsform unterschiedlichste diesbezügliche Levels vorherrschen und dies auch müssen dürfen.
- Aamon
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Überwachungssystem erkennt verdächtiges Verhalten
\"Perceptrak\"-Technologie soll Straftaten rechtzeitig verhindern und wird derzeit in britischer Stadt getestet - \"lauernde\" Personen lösen Alarm aus
In der britischen Stadt Portsmouth wird derzeit ein Video-Überwachungssystem getestet, das den Anspruch erhebt, Verbrechen rechtzeitig vor der eigentlichen Tat verhindern zu können. Das entsprechende CCTV-System (Closed Circuit Television) trägt den Namen \"Perceptrak\" und wurde vom englischen Unternehmen Smart CCTV entwickelt. Die speziellen Kameras sind laut Angaben des Herstellers dazu in der Lage, mithilfe komplexer Algorithmusberechnungen bestimmte \"verdächtige Verhaltensweisen\" zu erkennen. \"Das Perceptrak-System wurde installiert, um nachts verlassene Gegenden wie Parkplätze, Stiegenhäuser oder Korridore in Gebäuden und Straßen zu überwachen\", beschreibt Smart CCTV den aktuellen Testlauf auf der eigenen Homepage. Während das Projekt von Seiten der zuständigen Stadtverwaltung als \"eine fantastische Entwicklung\" willkommen geheißen wird, warnen Kritiker schon jetzt vor einer weiteren unzumutbaren Verschärfung der Überwachungssituation in Großbritannien.
Mehr zum Thema
\"Kameras verhindern keine Straftat\"
\"Eine Videokamera alleine kann sicherlich noch keine Straftat verhindern\", ist Marie Ringler, Landtagsabgeordnete der Wiener Grünen, überzeugt. Um die europäische Öffentlichkeit stärker mit dem zunehmenden Problem der Überwachung zu konfrontieren, hat die Grünen-Politikerin gemeinsam mit Sicherheitssprecher Peter Pilz bereits im August dieses Jahres die Aktionsplattform Überwachungsstaat ins Leben gerufen. \"Mit dem Einsatz von Überwachungssystemen hofft man auf eine einfache Lösung des Sicherheitsproblems. Verschiedene Statistiken zeigen aber eindeutig, dass sich auch mit Überwachungskameras keine Verbrechen verhindern lassen, sondern dass diese sich nur verlagern\", ergänzt Ringler. Die zum Ausbau der Überwachungssysteme notwenigen Geldmittel könnten nach Auffassung der Grünen-Politikerin viel sinnvoller investiert werden. \"Wir hören viel zu oft von Leuten über unangenehme Situationen im öffentlichen Raum. Was wir brauchen sind aber keine Kameras, sondern Menschen, die in solchen Situationen direkt Hilfe leisten können\", so Ringler.
18 Kriterien verdächtiger Verhaltensweisen
\"Das Perceptrak-System ist das Gegenstück zu einem Nachtwächter im 21. Jahrhundert. Aber im Gegensatz zu einem Nachtwächter blinzelt es nie, macht niemals Pause und langweilt sich nicht\", schwärmt hingegen Jason Fazackarley, für Sicherheitsfragen verantwortlicher Stadtrat von Portsmouth, gegenüber der Zeitung Daily Mail. Ziel des Systems sei es, Verbrechen bereits zu verhindern, bevor sie begangen werden. \"Unser System setzt ein Software-basiertes Analyseverfahren ein, das Bildmaterial anhand von 18 verschiedenen vordefinierten Kriterien auf verdächtige Verhaltensweisen hin untersucht\", erläutert der Hersteller. Beispiele hierfür seien etwa zu schnell fahrende Autos, Personen, die sich länger als üblich in einem Parkhaus aufhalten oder Menschen, die sich in Gegenden treffen, wo bekanntlich ein reger Drogenhandel stattfindet. Wird solch ein Verhalten erkannt, schickt das Kamerasystem einen Alarm an die Zentrale. Dort kann sich dann ein Sicherheitsbeamter die entsprechenden Aufnahmen ansehen und so noch rechtzeitig eingreifen, falls es sich tatsächlich um ein kriminelles Verhalten handelt.
Hollywood Science Fiction
Obwohl das intelligente Überwachungssystem prinzipiell durchaus sinnvoll erscheint, lassen sich kritische Stimmen in Großbritannien von dieser Argumentation nicht beeindrucken. \"Diese Technologie macht es dem Staat nur noch einfacher, jeden einzelnen Schritt der Menschen zu beobachten\", kritisiert etwa ein Sprecher der britischen Bürgerrechtsorganisation Liberty und vergleicht das Perceptrak-System dabei mit einer ähnlichen Technik, die im Tom-Cruise-Film \"Minority Report\" zum Einsatz kommt. \"Das Verfrachten von teurem Hollywood-Science-Fiction-Equipment auf unsere Parkplätze kann niemals so effektiv sein wie eine Polizeipatrouille, die direkt auf den Strassen den Kampf gegen Verbrechen führt\", stellt der Liberty-Sprecher zusammenfassend klar. (pte) (standard.at)
:d_gutefrage: :d_neinnein:
\"Perceptrak\"-Technologie soll Straftaten rechtzeitig verhindern und wird derzeit in britischer Stadt getestet - \"lauernde\" Personen lösen Alarm aus
In der britischen Stadt Portsmouth wird derzeit ein Video-Überwachungssystem getestet, das den Anspruch erhebt, Verbrechen rechtzeitig vor der eigentlichen Tat verhindern zu können. Das entsprechende CCTV-System (Closed Circuit Television) trägt den Namen \"Perceptrak\" und wurde vom englischen Unternehmen Smart CCTV entwickelt. Die speziellen Kameras sind laut Angaben des Herstellers dazu in der Lage, mithilfe komplexer Algorithmusberechnungen bestimmte \"verdächtige Verhaltensweisen\" zu erkennen. \"Das Perceptrak-System wurde installiert, um nachts verlassene Gegenden wie Parkplätze, Stiegenhäuser oder Korridore in Gebäuden und Straßen zu überwachen\", beschreibt Smart CCTV den aktuellen Testlauf auf der eigenen Homepage. Während das Projekt von Seiten der zuständigen Stadtverwaltung als \"eine fantastische Entwicklung\" willkommen geheißen wird, warnen Kritiker schon jetzt vor einer weiteren unzumutbaren Verschärfung der Überwachungssituation in Großbritannien.
\"Kameras verhindern keine Straftat\"
\"Eine Videokamera alleine kann sicherlich noch keine Straftat verhindern\", ist Marie Ringler, Landtagsabgeordnete der Wiener Grünen, überzeugt. Um die europäische Öffentlichkeit stärker mit dem zunehmenden Problem der Überwachung zu konfrontieren, hat die Grünen-Politikerin gemeinsam mit Sicherheitssprecher Peter Pilz bereits im August dieses Jahres die Aktionsplattform Überwachungsstaat ins Leben gerufen. \"Mit dem Einsatz von Überwachungssystemen hofft man auf eine einfache Lösung des Sicherheitsproblems. Verschiedene Statistiken zeigen aber eindeutig, dass sich auch mit Überwachungskameras keine Verbrechen verhindern lassen, sondern dass diese sich nur verlagern\", ergänzt Ringler. Die zum Ausbau der Überwachungssysteme notwenigen Geldmittel könnten nach Auffassung der Grünen-Politikerin viel sinnvoller investiert werden. \"Wir hören viel zu oft von Leuten über unangenehme Situationen im öffentlichen Raum. Was wir brauchen sind aber keine Kameras, sondern Menschen, die in solchen Situationen direkt Hilfe leisten können\", so Ringler.
18 Kriterien verdächtiger Verhaltensweisen
\"Das Perceptrak-System ist das Gegenstück zu einem Nachtwächter im 21. Jahrhundert. Aber im Gegensatz zu einem Nachtwächter blinzelt es nie, macht niemals Pause und langweilt sich nicht\", schwärmt hingegen Jason Fazackarley, für Sicherheitsfragen verantwortlicher Stadtrat von Portsmouth, gegenüber der Zeitung Daily Mail. Ziel des Systems sei es, Verbrechen bereits zu verhindern, bevor sie begangen werden. \"Unser System setzt ein Software-basiertes Analyseverfahren ein, das Bildmaterial anhand von 18 verschiedenen vordefinierten Kriterien auf verdächtige Verhaltensweisen hin untersucht\", erläutert der Hersteller. Beispiele hierfür seien etwa zu schnell fahrende Autos, Personen, die sich länger als üblich in einem Parkhaus aufhalten oder Menschen, die sich in Gegenden treffen, wo bekanntlich ein reger Drogenhandel stattfindet. Wird solch ein Verhalten erkannt, schickt das Kamerasystem einen Alarm an die Zentrale. Dort kann sich dann ein Sicherheitsbeamter die entsprechenden Aufnahmen ansehen und so noch rechtzeitig eingreifen, falls es sich tatsächlich um ein kriminelles Verhalten handelt.
Hollywood Science Fiction
Obwohl das intelligente Überwachungssystem prinzipiell durchaus sinnvoll erscheint, lassen sich kritische Stimmen in Großbritannien von dieser Argumentation nicht beeindrucken. \"Diese Technologie macht es dem Staat nur noch einfacher, jeden einzelnen Schritt der Menschen zu beobachten\", kritisiert etwa ein Sprecher der britischen Bürgerrechtsorganisation Liberty und vergleicht das Perceptrak-System dabei mit einer ähnlichen Technik, die im Tom-Cruise-Film \"Minority Report\" zum Einsatz kommt. \"Das Verfrachten von teurem Hollywood-Science-Fiction-Equipment auf unsere Parkplätze kann niemals so effektiv sein wie eine Polizeipatrouille, die direkt auf den Strassen den Kampf gegen Verbrechen führt\", stellt der Liberty-Sprecher zusammenfassend klar. (pte) (standard.at)
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- Aamon
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Schülerüberwachung per Mikrochip
Kontrolle über Fahrausweis für die Bahn in Japan
Damit Eltern sichergehen können, dass ihr Kind in der Früh wirklich in der Schule angekommen ist, bietet die japanische Bahngesellschaft Tokyu ein neues Service an. Mit Hilfe des Mikrochips im Fahrausweis der Schüler könne leicht festgestellt werden, ob sie am Zielbahnhof angekommen und von da aus weiter in die Schule gegangen seien, erklärte ihr Tochterunternehmen Tokyu Security am Montag.
Dafür müssten die Schülerkarten nur am Schuleingang nochmals gelesen werden: Anhand der jeweiligen Chipnummer lasse sich schnell erfassen, ob sie tatsächlich gut angekommen seien.
Kartenlesegeräte für Lehrer und Eltern
Sobald ein Schüler den Bahnhof verlässt, wird seinem Vater oder seiner Mutter per SMS Bescheid gegeben. Durch die Lesegeräte in der Schule seien zudem auch die Lehrer auf dem Laufenden, ob ein Schüler fehle. Eltern, denen das immer noch nicht reicht, könnten künftig auch Kartenlesegeräte für zu Hause anschaffen und auf diese Weise auch den Rückweg kontrollieren.
Nach Angaben von Tokyu Security hatten sich Eltern das Service gewünscht, unter anderem, weil Handys auf dem Schulgelände zunehmend verboten sind. (orf.at)
toll, die pseudo-selbstreflexiv selbsternannten braven, die nichts zu verbergen haben, werden wieder mal nickend zustimmen und es sind immer die kleinen rädchen mit einem vermeintlichen gesellschaftlichen mehrwert, die ein denksystem zum allgemeingut erklären und schlußendlich drüberfahren werden...
Kontrolle über Fahrausweis für die Bahn in Japan
Damit Eltern sichergehen können, dass ihr Kind in der Früh wirklich in der Schule angekommen ist, bietet die japanische Bahngesellschaft Tokyu ein neues Service an. Mit Hilfe des Mikrochips im Fahrausweis der Schüler könne leicht festgestellt werden, ob sie am Zielbahnhof angekommen und von da aus weiter in die Schule gegangen seien, erklärte ihr Tochterunternehmen Tokyu Security am Montag.
Dafür müssten die Schülerkarten nur am Schuleingang nochmals gelesen werden: Anhand der jeweiligen Chipnummer lasse sich schnell erfassen, ob sie tatsächlich gut angekommen seien.
Kartenlesegeräte für Lehrer und Eltern
Sobald ein Schüler den Bahnhof verlässt, wird seinem Vater oder seiner Mutter per SMS Bescheid gegeben. Durch die Lesegeräte in der Schule seien zudem auch die Lehrer auf dem Laufenden, ob ein Schüler fehle. Eltern, denen das immer noch nicht reicht, könnten künftig auch Kartenlesegeräte für zu Hause anschaffen und auf diese Weise auch den Rückweg kontrollieren.
Nach Angaben von Tokyu Security hatten sich Eltern das Service gewünscht, unter anderem, weil Handys auf dem Schulgelände zunehmend verboten sind. (orf.at)
toll, die pseudo-selbstreflexiv selbsternannten braven, die nichts zu verbergen haben, werden wieder mal nickend zustimmen und es sind immer die kleinen rädchen mit einem vermeintlichen gesellschaftlichen mehrwert, die ein denksystem zum allgemeingut erklären und schlußendlich drüberfahren werden...
- Aamon
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Filmindustrie: US-Kinobesucher sollen sich namentlich registrieren lassen
Audio-Wasserzeichen identifizieren Filmpiraten
Die Motion Picture Association of America (MPAA) will ihr Vorgehen gegen Filmpiraten, die in den Kinosälen mit einem Camcorder die neuesten Filmproduktionen
jeden Tag eine weitere grauenvolle Idee....
Audio-Wasserzeichen identifizieren Filmpiraten
Die Motion Picture Association of America (MPAA) will ihr Vorgehen gegen Filmpiraten, die in den Kinosälen mit einem Camcorder die neuesten Filmproduktionen
- Strrr
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Überwachung: Europa überholt die USA
"Erstmals seit Ende 2001 sind die Positionen aus Europa radikaler als jene der USA."
http://futurezone.orf.at/stories/1503365/
"Erstmals seit Ende 2001 sind die Positionen aus Europa radikaler als jene der USA."
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- Aamon
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das wundert mich gar nicht so sehr... wenn ich denke, wieviel meldungen wir diesbezüglich die letzten 1-2 jahre vernommen haben. wobei für mich der online aspekt natürlich auch wesentlich ist, der ja verrgessen wird, obwohl man hier natürlich sein eigener akteur ist. das ist dann auch ein wesentlicher unterschied..
- Strrr
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Verdacht des Diebstahls
Presseaussendung der Bundespolizeidirektion Wien
In der Nacht vom 23.10. auf 24.10.2008 brachen zwei bislang unbekannte Männer ein Scherengitter und die dahinter befindliche Türe einer in der U/6 Station in der Gumpendorfer Straße befindlichen Trafik auf und stahlen einen Standtresor mit einem Bargeldbetrag...
Artikel Nr: 84900 vom Dienstag, 17. März 2009, 14:09 Uhr.
Reaktionen bitte an Redaktion
http://www.bmi.gv.at/cms/BPD_Wien/_news ... e=0&view=1
Soviel zu "Die Aufnahmen werden nach 48 Stunden gelöscht..."
Presseaussendung der Bundespolizeidirektion Wien
In der Nacht vom 23.10. auf 24.10.2008 brachen zwei bislang unbekannte Männer ein Scherengitter und die dahinter befindliche Türe einer in der U/6 Station in der Gumpendorfer Straße befindlichen Trafik auf und stahlen einen Standtresor mit einem Bargeldbetrag...
Artikel Nr: 84900 vom Dienstag, 17. März 2009, 14:09 Uhr.
Reaktionen bitte an Redaktion
http://www.bmi.gv.at/cms/BPD_Wien/_news ... e=0&view=1
Soviel zu "Die Aufnahmen werden nach 48 Stunden gelöscht..."
- Kreuznagel
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- Aamon
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http://derstandard.at/1282273529132/Pro ... hnueffelei
naja, wir ham freiheit noch erlebt... zukünftig mach ich mir keine hoffnungen mehr, vor allem wirds auch noch sehr wohlwollend angenommen von den dummen leut
naja, wir ham freiheit noch erlebt... zukünftig mach ich mir keine hoffnungen mehr, vor allem wirds auch noch sehr wohlwollend angenommen von den dummen leut
- Gsputi
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Stimmt und deswegen werde ich in naher Zukunft eine Waffenbesitzkarte beantragen, man weiss ja nie!Aamon hat geschrieben:http://derstandard.at/1282273529132/Pro ... hnueffelei
naja, wir ham freiheit noch erlebt... zukünftig mach ich mir keine hoffnungen mehr, vor allem wirds auch noch sehr wohlwollend angenommen von den dummen leut
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röcknröller
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Das Projekt "Indect" is ja vollkommen wahnsinnig.. Die leute glauben alle der Islam bedroht unsere (sogenannten, demokratischenn) Werte und unsere "Freiheit", derweil sind wir das eh selber!
das problem an dem ganzen is halt wirklich dass zu viele leute solche geschichten als gut auffassen weil sie ihnen den anschein von sicherheit verleihen.. traurig traurig was hier abläuft.
das problem an dem ganzen is halt wirklich dass zu viele leute solche geschichten als gut auffassen weil sie ihnen den anschein von sicherheit verleihen.. traurig traurig was hier abläuft.
- Astaroth
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tut er tatsächlich... und sie sind nicht sogenannt...röcknröller hat geschrieben:Die leute glauben alle der Islam bedroht unsere (sogenannten, demokratischenn) Werte und unsere "Freiheit", derweil sind wir das eh selber!
der islam funktioniert leider völlig anders...
und naturgemäß ist das ein problem, wenn sich der islam in westlichen, aufgeklärten, wissenschaftliche fakten anerkennenden demokratien ausbreitet und seine werte einfordern will... und das tun sie und es gibt mehr als genug beispiele, wo man sogar schon eine politisch korrekte einschränkung im sinne einer falsch verstandenen Toleranz spürt...
p.s. brauch jetzt keine struntzlangweilige tausendmal durchdiskutierte *was ist demokratie*, *sind wir überhaupt demokratie*-debatte.
- Eiserner Knut
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Edit: Hab meine AW nun samt Quote hierher übersiedelt:Nukkumatti hat geschrieben:Ich habe das Gefühl, dass hier verschiedene Dinge vermischt werden.
Das Tracking wie durch Cookies und Evercookies dient weniger der staatlichen Überwachung, als vielmehr der (Werbe-)Industrie. Mit Evercookies soll es z.b. möglich gemacht werden, Cookies wiederherzustellen, wenn die Nutzer Cookies gelöscht haben, bzw. Cookies zu ersetzen, wenn Nutzer keine Cookies akzeptieren. Das halte ich deshalb für eine Frechheit, weil es die Entscheidung der Nutzer und Konsumenten untergräbt und ihr Willen negiert und umgangen wird.
Tracking kann aber durchaus auch zu Überwachungszwecken eingesetzt werden. In diesem Falle spielt dann Anonymität und Einzigartigkeit/Uniqueness noch eine weitere Rolle: Desto mehr Auskunft dein Browser über Einstellungen verrät, also desto einzigartiger er ist, desto leichter ist es Schadcode einzuschleusen, da potentielle Angreifer einen guten Überblick über dein Setup bekommen und dadurch leichter Schwachstellen ausfindig machen können (z.b. über die Version oder das Vorhandensein kompromittierbarer Plug-Ins etc.).
Aber da hast du Recht, viele Nutzer müssen gar nicht erst großartig ausgelauscht werden, sie geben freiwillig ihre ganzen Daten preis, wie durch die Benutzung von vielen sozialen Online-Netzwerken oder durch Services wie die von Google (verstehe auch nicht was allen daran taugt). Damit schaffen sie für die Industrie und Forscher tolle Datensätze, die sich zur Optimierung von Manipulationsprozessen einsetzen lassen, wie etwa neurologische Untersuchungen, wie man Werbebotschaften am besten und effizientesten im Hirn hinterlassen kann.
Was du über Überwachung gesagt hast, finde ich interessant: Das du nichts zu verbergen hast. Darauf würde ich gerne kurz näher eingehen, auch wenn es etwas off-topic ist. Ich denke die wenigsten haben etwas zu verbergen, aber um das geht es ja auch gar nicht. Bei massenhaftem Ausspionieren werden meistens riesige Datenmengen gesammelt, mit denen man zu Beginn oft gar nichts anzufangen weiß. Die Live-Überwachung solch riesiger Datenmengen ist nicht zu bewerkstelligen, weshalb Massenüberwachung (wie etwa CCTV) nicht zur Verhinderung oder Reduktion von Straftaten geführt hat. Deshalb muss man dann meistens im Nachhinein neue Anwendungsgebiete suchen, um die immensen Investitionen aus dem Steuertopf rechtfertigen zu können. In GB ist man z.b. den Weg gegangen, die riesigen Datenmengen auszuwerten, und durch Algorithmen berechnete Muster von Normalität zu erstellen. Die Systeme erkennen dann Abweichung von Normalität, was dann Alarm schlägt; Abweichung der Norm schafft somit bereits einen Verdachtsfall! Das hat dann perverserweise dazu geführt, dass Leute die auf der Straße stehengeblieben sind, oder eine U-Bahn vorbeifahren haben lassen, verhaftet wurden, weil das System sie als verdächtig gemeldet hat. Ähnliches ist auch bei der Online-Überwachung zu erwarten. Es gab ja auch bereits Stimmen in der Sicherheitspolitik die meinten, wenn jemand keinen Facebook Account hat, macht er sich verdächtig, weil er ja offensichtlich was zu verbergen hat, wenn er nicht wie alle anderen auch einen FB Account hat. Außerdem untergräbt es jegliche Form von Individualismus, weil die Bürger somit zu einer Norm gezwungen werden, wollen sie nicht ständig Probleme mit dem Sicherheitsapparat bekommen. Eine traurige Entwicklung, da gerade die Individualität ja das schöne an der Gesellschaft ausmacht; eine Gesellschaft mit lauter gleichgeschalteten Zombies wäre wirklich uninteressant - und vielmehr noch, gefährlich für die gesellschaftliche Entwicklung. Ohne Pluralität läuft man Gefahr in einer Sackgasse zu enden.
Jedenfalls kann es auch ein konkretes Problem werden, wenn man von einem computergenerierten System zu einem Verdachtsfall gestempelt wird. Dann kann es nämlich wirklich passieren, dass man total überwacht wird (auch physisch, nicht nur virtuell), ohne etwas angestellt zu haben oder etwas zu verbergen zu haben – wie du es nennst. Eines der Probleme ist nämlich auch, dass solche Systeme dazu neigen, „false-positives“ zu generieren. Selbst wenn Systembetreiber beteuern, dass die Rate der false-positives niedrig wäre, bedeutet das für die Betroffenen das Ende ihrer Freiheit. Wenn man komplett ausspioniert wird, und keine Privatsphäre mehr hat. Das kann auch zu Einschränkungen der Reisefreiheit führen, oder dass man in der Öffentlichkeit gebrandmarkt ist, ohne dass man sich jemals was zu Schulden kommen hat lassen.
Was mich auch beklemmt bei dem ganzen Überwachungswahn und großflächiger Datenspeicherung ist der Umstand, dass man nicht weiß was in Zukunft mit den Daten passiert, oder wie sich die politische Landschaft verändert. Für mich ein bedrückendes Beispiel stammt aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts: Anfang des 20. Jahrhunderts wurde, noch in der Monarchie, beim Zensus, also der Volkszählung, ein Feld für religiöse Zugehörigkeit eingeführt. Dürfte damals keinen interessiert haben, war halt irgendwas für Statistik. Rund 30 Jahre später gab es eine andere politische Führung mit anderen Interessen. Die haben sich über diese Daten sehr gefreut, und hatten leichtes Spiel Juden zu identifizieren und massenweise zu ermorden. Aber das ist eine reale Gefahr des Datenspeicherns. Ich könnte mir z.b. vorstellen, dass in 20 Jahren eine Regierung – mangels Budget sagen könnte, wer länger als 10 Jahre geraucht hat, muss bei Lungenkrankheiten selber für medizinische Versorgung auskommen. Also nur als ein fiktives Beispiel. Natürlich werden aber auch politische oder sexuelle Orientierung erfasst, was ebenso in Zukunft vielleicht für Betroffene zu einem Problem werden könnte.
Davon mal abgesehen, hat man uns ja mit der Vorratsdatenspeicherung auch komplett belogen. In Österreich etwa, wo ebenfalls mit Terrorabwehr argumentiert wurde, wurde die VDS zur Bekämpfung von Kleinkriminalität eingesetzt. So hat sich, nachdem sich der VGH dem Spruch des EuGH angeschlossen hat, nämlich dass die VDS unverhältnismäßig – und somit verfassungswidrig ist, herausgestellt, dass der BVT gar kann keinen Zugriff auf die VDS hatte, sondern nur die Kripo! Überhaupt ist es eine Frechheit, dass alle Bürger unter Generalverdacht gestellt werden. Das grenzt schon an Beweislastumkehr, vor allem wenn man sieht, wie bei Personenüberwachung Verdachtsfälle konstruiert werden, um die eingesetzten finanziellen Mittel rechtzufertigen. Beispiel: Tierschützerprozess.
Aber abgesehen davon dass Totalüberwachung einen absolut unverhältnismäßigen Angriff auf die Freiheit der Bürger darstellt, ist sie in meinen Augen auch eine Unterwanderung des Privatlebens und der Intimsphäre. Ich stelle für mich öfter Gedankenexperimente an was digitale Überwachung anbelangt, und frage mich, wie ich mich fühlen würde, wenn solche Angriffe auf mein reales Leben statt finden. Die digitale Welt, vermutlich weil sie noch so neu ist in der menschlichen Geschichte, wird ja oft noch als etwas entferntes, virtuelles wahrgenommen; sie ist aber inzwischen zu unserer Realität geworden. Ich denke mir etwa, wenn ich einen Brief an einen Freund schicke, wo ich viele persönliche Informationen drinnen habe, etwa emotionales oder sehr intimes – ich würde so einen Brief in einem Kuvert verschicken, weil ich nicht wollte, dass jeder Postler der den Brief unterwegs in die Hände bekommt, einen Einblick in mein Privatleben bekommt. Komischerweise wird dieses Denken digital oft nicht widergespiegelt, und E-Mails werden einfach so verschickt (also ohne end-to-end Verschlüsselung), so dass jeder beim Provider oder Host mitlesen kann (und tut – speziell bei Google etwa weiß man ja, dass die Emails mitlesen). Ich würde auch nicht wollen, wenn ich in die Arbeit gehe, dass Leute durch meine Wohnung steigen und schaun, was ich alles in meine Kästen habe, wie z.b. Sexpielzeug. Das ist mein Privatleben, und geht niemanden was an. Komischerweise gibt es dieses Bewusstsein oder Gefühl in der digitalen Welt häufig nicht oder ist es dort kaum ausgeprägt, und es wird toleriert dass unzählige Stellen/Institutionen/Personen Zugriff auf das Privatleben der Nutzer bekommen. Als ein Bsp. frage ich mich, wozu muss Skype in meine Browser-Ordner hineinschaun? Das hat Null mit der Funktionalität des Programms zu tun und Skype hat dort auch nichts verloren.
Also zusammenfassend, ich finde Überwachung nicht nur Bedenklich im Sinne dessen, dass damit sämtliche (auch unbescholtene) Bürger unter Generalverdacht gestellt werden, sondern es kann auch unbescholtene schnell treffen und eklatante Eingriffe und Einschränkungen im realen Leben auslösen. Wofür die Daten in der Zukunft verwendet werden, weiß niemand. Und letztlich sehe ich nicht ein, warum wir unsere Privat- und Intimsphäre aufgeben müssen. Deswegen ist es für mich persönlich irrelevant ob ich was zu verbergen habe oder nicht. Ich will nicht überwacht werden, sondern in Freiheit leben können!
Im übrigen: Hier noch eine interessante Ausgabe des Weltjournals vom letzten Jahr; vor allem der Fall Andrej Holm (gegen Ende des Berichts) ist sehr interessant, wie schnell man unschuldig Ziel von Totalüberwachung werden kann und welchen Eingriff das ins Leben bedeutet:
[youtube][/youtube]
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edit: Eigentlich wurde vieles von dem was ich hier (bzgl. Überwachung) geschrieben habe, schon in diesem Thread diskutiert: http://forum.metalfanatics.net/viewtopi ... berwachung - wo auch eventuelle weitere Diskussionen hingehören würden.
Somit können wir uns hier im Thread wieder um Browserthematik bemühen
Anscheinend hast Du in der letzten Zeit zu viel Georg Orwells Roman (oder die Verfilmung) 1984, Die Körperfresser kommen, Matrix, Der Prozess etc. geschaut, oder gelesen.
Na im Ernst, das klingt sehr (leider zu sehr) plausibel und realitätsnah. Würde zwar noch sagen, dass dies tw. noch Zukunftsmusik ist. Diese Zukunft ist aber anscheinend schon zum greifen nahe.
Das war mir schon klar, aber vor der (Werbe-)Industrie fürchte ich mich noch wenigerNukkumatti hat geschrieben:Ich habe das Gefühl, dass hier verschiedene Dinge vermischt werden.
Das Tracking wie durch Cookies und Evercookies dient weniger der staatlichen Überwachung, als vielmehr der (Werbe-)Industrie.
Der ungerechteste Frieden ist immer noch besser als der gerechteste Krieg.
Marcus Tullius Cicero
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